Weiter geht es mit der zweiten Runde der Weltmeisterschaft, mit dem Re-Match gegen Odynus, in dem ich die Freien Völker übernehmen muss.
Wenn ihr Kommentare, Fragen oder Verbesserungsvorschläge habt, hinterlasst sie mir auf YouTube oder hier auf der Seite.
Die Turnierseite mit dem Spielerfeld und allen eingegangen Ergebnissen findet ihr auf Challonge. Das Log dieses Spiels ist hier, und alle Informationen zum Online-Spiel und Links zum Java-Client hier.
Es geht weiter, ich bin nun in der zweiten Runde der Weltmeisterschaft und spiele mein erstes Spiel gegen meinen neuen Gegner, Odynus.
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Und hier ist das zweite Spiel der diesjährigen Weltmeisterschaft im „Ringkrieg“. Dieses Mal übernehme ich die Freien Völker, um zu versuchen, den Ring zu zerstören.
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Es ist wieder diese Zeit des Jahres, zu der das große international Ringkrieg-Turnier beginnt, und natürlich bin ich wieder dabei. Nachdem ich mit meinem Abschneiden letztes Jahr sehr zufrieden war – ich bin ins Achtelfinale – will ich dieses Mal schauen, ob ich mich nicht noch ein bisschen verbessern kann.
Leider bin ich letztes Jahr nicht zu mehr als den Spielberichten der ersten beiden Partien gegommen, aber hiermit nehme ich einen neuen Anlauf, euch mehr Kommentare zu meinen Online-Spielen zu bringen.
In der ersten Runde des neuen Turnier spiele ich gegen einen alten Bekannten: Magic Geek, der mich ursprünglich in die internationale Szene dieses Spiels gelockt hat, und der indirekt daran „Schuld“ ist, dass diese Webseite überhaupt interessiert. Es hat mich sehr gefreut, seid längerer Zeit mal wieder gegen ihn anzutreten, und es war ein spannendes Spiel, viel Spaß beim Zuschauen!
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Hier ist der Kommentar zu meiner zweiten Partie im diesjährigen Online Ringkrieg-Turnier. Ich spiele wieder gegen Cheekz17, dieses Mal mit dem Schatten gegen seine Freien Völker.
Zur Zeit läuft das große jährliche Ringkrieg-Turnier (War of the Ring Would Tournament 2025), und ich bin natürlich wieder dabei. Ich hatte schon ein paar sehr schöne Spiele, und habe mir gedacht, ich folge dem Beispiel einiger anderer internationaler Spieler und kommentiere das erste Spiel im Nachgang und stelle es als Video zur Verfügung.
Im Gegensatz zu den meisten anderen auf YouTube verfügbaren Kommentaren mache ich das ganze auf Deutsch und ziele eher auf nicht so erfahrene Spieler, die dadurch ein paar weitere Einblicke in das Spiel bekommen können.
Wenn euch das interessiert (oder auch nicht), lasst doch einen Kommentar da, ob ich weitere solche Videos machen soll, und was ihr euch darin noch zusätzlich oder anders wünschen würdet. Fragen zum Spielablauf sind natürlich auf willkommen!
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Mockup der beiden Bücher im Schuber.Es gibt gute Nachrichten für diejenigen, die die kommende Anniversary Edition des Ringkriegs nicht bestellen wollen, aber vielleicht an bestimmten Teilen interessiert sind. Ares Games bietet das Strategie- und das Regelbuch (Hardcover) und den vergrößerten Spielplan als separates Paket an!
Der „Strategy Companion“ (104 Seiten) ist von Kristofer Bengtsson, einem Spieltester der ersten Stunde und höchst kompetenten Ringkrieg-Spieler. Ich habe seine Strategie-Artikel teilweise schon gelesen, und sie werden für jeden Anfänger und Fortgeschrittenen sehr nützlich sein. Ich freue mich schon sehr darauf! Sowohl dieses Buch als auch die Regeln sind als Hardcover gebunden und kommen zusammen im wunderschön gestalteten Kartonschuber.
Das Layout des Strategie-Buches.Das Spielbrett ist die vergrößerte Variante und wird ein wunderbarer Ersatz für mein großes Brett aus der Collector’s Edition sein. Zusammen soll das Paket in Europa $79 kosten (plus Versand). Die Vorbestellung beginnt heute Nachmittag (30.9.) und wird bis zum 5. Oktober laufen.
Update: Die Vorbestellung ist jetzt hier möglich. Der Press für Deutschland beträgt inklusive Versand US$94,00. Das entspricht im Moment etwas €83,60.
Bolg gegen Beorn – wer wird den Sieg erringen?Aus aktuellem Anlass will ich ein paar Tipps für die Schlacht der Fünf Heere festhalten. Allerdings habe ich dieses Spiel natürlich noch längst nicht so oft gespielt wie den Ringkrieg, deshalb sind diese Hinweise mit Vorsicht zu genießen!
Die Adler kommen schon bald!
Als Erstes muss man sagen, dass man als Schatten unter Zeitdruck steht. Je länger das Spiel dauert, desto mächtigere Charaktere können die Freien Völker ins Spiel bringen (Thorin, die Adler, Beorn), und schließlich ist das Spiel verloren, wenn das Ende der Schicksalsleiste erreicht ist. Als Schatten kann man die Geschwindigkeit des Spielfortschritts auch nur wenig beeinflussen – das machen die Freien Völker durch das Aktivieren ihrer Generäle, die wiederum bestimmen, wie viele Schicksalsplättchen der Schatten ziehen darf. Dabei sollte man möglichst immer Plättchen mit einer kleinen Zahl wählen! Ob eine Schicksalskarte gezogen wird oder nicht, ist zweitrangig – viel wichtiger ist, wie weit (oder wie wenig weit) der Marker auf der Leiste vorrückt. Wenn eine „Eins mit Schicksalskarte“ gezogen wird, würde ich als Schatten immer dieses Plättchen verwenden.
1, 2 oder 3 – du musst dich entscheiden.Da die Freien Völker also das Tempo vorgeben, muss man sich als Schattenspieler anpassen. Aktiviert mein Gegner viele Generäle und das Schicksal schreitet nur langsam voran, kann ich mir ein wenig mehr Zeit lassen und auch Reserven in Richtung Zentrum der Schlacht bewegen. Ich werde sie brauchen, weil mein Gegner wahrscheinlich gut rekrutieren und seine Truppen verstärken kann. Legt er es dagegen auf ein schnelles Spielende an, muss und kann ich möglichst schnell vorstoßen, denn seine Armeen bleiben schwächer.
Aktionswurf – Wie soll man denn damit eine Schlacht schlagen?Manchmal wollen die Aktionswürfel aber nicht so fallen, wie man sie braucht. Gerade wenn es an Armee- und Charakterergebnissen mangelt, kann der Vormarsch arg ins Stocken kommen. Deshalb platziere ich auch immer – zumindest in den ersten paar Runden – ein oder zwei Fledermäuse in der Region in der ich meine Armeen bewegen muss (üblicherweise im Zerklüfteten Land). Das sichert mich gegen fehlende Armeewürfel ab. Wichtig ist auch, Truppenteilen, die man schnell ins Gefecht führen will, einen Führungsmarker zuzuordnen, selbst wenn sie in der Runde noch nicht angreifen sollen. Denn ansonsten kann man sie nicht mit einem Charakterwürfel bewegen.
Im Allgemeinen geht eine Partie über 6 bis 8 Runden, kann aber auch schon mal in 4 oder 5 vorbei sein, wenn man es als Schatten schlau anstellt. Nur selten zieht sie sich bis in Runde 9 oder 10, und dann sieht es meistens für euch nicht sehr gut aus. Lasst es also nicht zu langsam angehen!
Bolg – Der König der OrksDas Leid mit Bolg – früh und schwach oder lieber später und stark?
Bolg ist der einzige Charakter auf der Seite des Schatten im Spiel, aber entsprechend mächtig und entscheidend. Bringt man nun seine schwächere Variante mit nur einer Leibwache, sobald man eine erste Armee im Tal hat? Oder wartet man lieber bis man die Kontrolle über die Ruinen von Thal errungen hat, um drei Leibwächter zu bekommen? Immerhin verliert man das Spiel, wenn Bolg getötet wird.
Wie so vieles im Spiel hängt es stark von den Umständen ab. Sieht es nach einer schnellen Partie aus, und ich habe die Chance mit einem schnellen Vorstoß das Spiel vielleicht schon in Runde 5 oder 6 zu gewinnen? Dann ist Bolg vielleicht das Zünglein an der Waage und sollte möglichst schnell ins Spiel gebracht werden. Entwickelt sich die Schlacht eher zum einem zähen Ringen, oder konzentriere ich mich gerade sowieso darauf Thal zu erobern? Dann sollte ich vielleicht besser warten, bis ich Bolg mit mehr Leibwächtern bringen kann.
Neben seiner beachtlichen Führungskraft von drei (er ist der beste Anführer im Spiel), hat Bolg auch den Vorteil, eine Menge Nachschub ins Spiel zu bringen. Wenn man diese dringend benötigt, kann man Bolg auch mustern, und dann am Rande des Geschehens lassen, wo er von Gegenangriffen der Freien Völker sicher ist. Befindet er sich allein (ohne Armeeeinheiten) in einer Region, ist er unangreifbar. So kann man verhindern, dass ein schwacher Bolg zur Zielscheibe wird, aber trotzdem von seinem Nachschub profitieren.
Kombinierter Angriff auf den Östlichen AusläuferThal oder der Östliche Ausläufer?
Im Prinzip hat man als Schatten zu Beginn zwei lohnende Ziele für den ersten Vorstoß: Thal oder der Östliche Ausläufer. Thal scheint dabei auf den ersten Blick das bessere Ziel zu sein, denn es hat keine Befestigung und erlaubt das Rekrutieren von Bolg. Aber Vorsicht, eine Schattenarmee in Thal ist recht anfällig für Gegenangriffe aus dem Lager und von den Unteren Hängen. Außerdem ist sie wahrscheinlich in Reichweite von Gandalfs Magie und zahlreichen Bogenschützen. Man verliert da leicht viele Einheiten, wenn man unbedacht vorstößt.
Der Angriff auf den Östlichen Ausläufer ist häufig vielversprechender, insbesondere wenn die Freien Völker nicht schnell die Besatzung verstärken. Mit etwas Glück kann man in Runde zwei einen kombinierten Angriff auf Bards Stellung führen und sich schon mal schnell 4 Siegpunkte sichern. Und wenn die Freie Völker sich dort mit einer starken Armee einigeln? Dann kann man die Befestigung links liegen lassen, gegen das nun eventuell schwach besetzte Lager vorstoßen und das Vordertor bedrohen. Das Lager ist der wichtigste Rekrutierungspunkt für die Freien Völker und sein Verlust ein herber Schlag. Und wenn man ein nur schwach verteidigtes Vordertor einnehmen kann, verhindert man gar die Ankunft von Thorin selbst!
Der Pass ist offen, die Goblins kommen!Der Joker im Arsenal des Schatten: Die Goblins
Leider kann man sich auf die kleinen Kletterer nicht besonders gut verlassen, denn ihre Ankunft ist sehr stark davon abhängig, wieviele Lidlose Augen man würfelt. Man kann aber nachhelfen, indem man seine Rekrutierungskarten möglichst auf Bergpässen einsetzt. Auch die Goblins sind Schattenarmeen, in die man mit diversen Karten muster kann!
Sind die Pässe einmal offen, hat man als Schatten deutlich mehr Optionen. Haben die Freien Völker die einzelnen Einheiten am Ausgang der Pässe nicht weg bewegt, macht euch das zu nutze. Ein schneller Angriff wird einen einzelnen Gegner schnell vernichten, durch die Geländeüberlegenheit der Goblins bekommt ihr wahrscheinlich eine Ereigniskarte, und das Vorrücken nach dem Kampf bringt euch einen weiteren Schritt voran. Die nördlichen Goblins können dann das Lager bedrohen oder gegen den Östlichen Ausläufer helfen, und die westlichen können den Rabenberg angreifen oder über die Verfallenen Brücke gegen das Lager und das Vordertor vorrücken. Aber übereilt es nicht. Manchmal ist die Drohung der Goblins besser als ein Angriff, denn sie bindet Armeen der Freien Völker, die nun wichtige Punkte wie den Rabenberg bewachen müssen und nicht anderswo zur Verfügung stehen.
Versucht auf jeden Fall zu verhindern, dass die Freien Völker die Goblins komplett aufreiben, denn solange ihr mindestens einen Goblin in einer Armee habt, könnt ihr diese mit einem Auge bewegen. Sind die Goblins weg, könnt ihr nur wieder in den Bergen rekrutieren, und bis dieser Nachschub herankommt, ist das Spiel wahrscheinlich vorbei.
Fliegende AdlerDas Ende naht – was tun gegen Beorn und die Adler?
Geht das Spiel über mehr als 6 Runden, wird es meistens hart für den Schatten. Die Adler und mehr noch Beorn können schrecklich Lücken in die Reihen der Orks reißen. Wenn „Die Adler sind keine Freundlichen Vögel im Spiel ist, versucht euch in den tiefer gelegenen Regionen zu halten, ansonsten ist schnell mal eine ganze Schattenarmee weg.
Beorn ist zwar eine Kampfmaschine, aber insbesondere wenn nicht viele Schicksalskarten für ihn gezogen wurden, ist er durchaus besiegbar. Zögert nicht, ihn anzugreifen, wenn ihr eine Chance seht ihn zu vernichten, oder zumindest so zu schwächen, dass er nicht mehr viel machen kann. Und passt auf, dass Beorn nicht Bolg töten kann, sonst ist das Spiel sofort verloren. Lasst Bolg notfalls ohne Armee in der Gegend stehen, dann kann ihm nichts passieren.
Vielleicht gelingt es euch ja noch, die letzten entscheidenden Siegpunkte zu erringen, bevor das Schicksal unweigerlich das Ende der Leiste erreicht.
Auf den ersten Blick scheint Der Ringkrieg nicht das ideale Turnierspiel zu sein: Eine Partie kann ziemlich lange dauern, die beiden Seiten sind asymmetrisch, so dass eine 100%ige Chancengleichheit nicht garantiert ist, der Aufwand für ein Spiel ist recht hoch (Figuren, Aufbau) und genügend Spieler an einem Ort zusammen zu bekommen, ist auch nicht ganz einfach.
Turnierplan des 2012er BGG Online-TurniersTrotzdem habe ich bereits an einem halben Dutzend Turnieren teilgenommen. Wie das? Natürlich mit Hilfe des Online-Clients, der die meisten genannten Problem umgeht. Räumliche Nähe ist nicht mehr nötig, genügend Spieler sind vorhanden und eine Partie kann auch leicht unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt weitergeführt werden.
Seit 2007 werden über die Online-Community bzw. Brettspieldatenbank Boardgamegeek regelmäßig Online-Turniere für den Ringkrieg organisiert. Einmal im Jahr gibt es das große Boardgamegeek-Turnier, bei dem es in diesem Jahr zum ersten Mal einen vom Verlag gestifteten Preis zu gewinnen gab, und drumherum findet das eine oder andere kleinere und kürzere Turnier statt.
Die Liste der bisherigen Online-Turniere und ihrer ErgebnisseDen Preis den man für die Online-Variante bezahlen muss, ist die lange Dauer einer solchen Veranstaltung. Mit über 50 Teilnehmern, die über die ganze Welt verteilt sind kommt es naturgemäß zu Verzögerungen, Ausfällen, verpassten Terminen usw., vor denen selbst die großzügig bemessenen Runden von zwei Wochen Zeit nicht schützen. So wurde das diesjährige BGG-Turnier Mitte März eröffnet und das letzte Finalspiel fand am 8. September statt. Der Vorteil daran ist natürlich, dass man ohne großen Termindruck eine Reihe sehr spannender Spiele über das Jahr verteilt hat. So habe ich in dieser Zeit 7 Partien gegen Spieler aus Schweden, Frankreich und den USA gespielt.
Kürzlich wurde eine andere Variante ausprobiert, ein „kurzes“ Wochenend-Turnier für eine begrenzte Anzahl Spieler (4 aus Europa, 4 aus den USA), bei dem die Gruppen so organisiert waren, dass Zeitzonen besser zusammen passten. Maximal 5 Spiele musste jeder Teilnehmer bestreiten und zwar an drei Tagen: Freitag Abend, Samstag Morgen/Abend und Sonntag Morgen/Abend. Die Sonntagsspiele waren aber nur für die Teilnehmer im Halbfinale und Endspiel. Das erwies sich als eine sehr „dichte“ Erfahrung, die auch sehr spannend war.
Die Preise für den 1. Platz und die beiden besten Neulinge im 2010 BGG-TurnierSehr stolz bin ich auf meinen zweiten Platz in diesjährigen BGG-Turnier, mein bisher bestes Ergebnis. Beim nächsten Mal bin ich sicher wieder dabei, und ich hoffe, vielleicht auch ein paar Leser dieser Webseite unter den Teilnehmer zu sehen! Vielleicht schmückt eure Wand dann irgendwann eine dieser Trophäen.
Wer Lust auf ein solches Turnier hat, sollte ein Auge auf das Ringkrieg-Forum auf BGG oder diese Webseite haben. Ich werde die Turniere in Zukunft auch hier ankündigen.