Endlich ist mein Ringkrieg-Spiel mit allen verfügbaren Erweiterungen wieder voll bemalt, denn soeben habe mit ich Dain II. Eisenfuß und Thranduil, die letzten beiden Könige aus der Erweiterung „Die Könige von Mittelerde“ fertiggestellt.
Die Erweiterung hat nicht so viele Figuren wie die „Krieger von Mittelerde“ (nur 13), aber da ich noch nicht dazu gekommen bin, sie am Tisch zu spielen, war kein großer Druck da.
Aber nun ist es endlich soweit, hier sind die neuen Herrscher der Freien Völker und die Hauptleute des Schatten:
Die Herrscher der Freien Völker: Brand, Denethor, Theoden, Thranduil and Dain II.
Die Hauptleute des Schatten: Die Schwarze Schlange, der Schatten des Düsterwaldes und Ugluk
Hier ist das zweite Spiel gegen „The board is set“ in der dritten Runde des großen Online-Turniers, wie üblich mit meinem Kommentar zum Spielverlauf. Ich übernehme die Freien Völker und muss mich gegen die überwältigende Militärmaschine des Schatten verteidigen.
Wie immer sind Kommentare, Fragen oder Verbesserungsvorschläge hier hoch willkommen. Ihr könnte sie mir auf YouTube oder hier auf der Seite hinterlassen.
Die Turnierseite mit dem Spielerfeld und allen eingegangen Ergebnissen findet ihr auf Challonge. Das Log dieses Spiels ist hier, und alle Informationen zum Online-Spiel und Links zum Java-Client hier.
Hier ist das dritte und entscheidende Spiel zwischen Odynus und mir um den Einzug in die dritte Runde der Weltmeisterschaft. Ein sehr spannendes Spiel, mit vielen wichtigen Schlachten und militärischen Manövern.
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Weiter geht es mit der zweiten Runde der Weltmeisterschaft, mit dem Re-Match gegen Odynus, in dem ich die Freien Völker übernehmen muss.
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Und hier ist das zweite Spiel der diesjährigen Weltmeisterschaft im „Ringkrieg“. Dieses Mal übernehme ich die Freien Völker, um zu versuchen, den Ring zu zerstören.
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Nachdem ich alle meine bemalten Armeeeinheiten und Anführer vorgestellt habe, geht es nun an die verschiedenen Gefährten, Charaktere und Schergen. Den Anfang machen die Freien Völker. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese teilweise zu den allerersten Figuren gehören, die ich für den Ringkrieg bemalt habe. Das ist ganz schön lange her und inzwischen bin ich mit manchen nicht mehr so richtig zufrieden. Es wäre Zeit sie zu überarbeiten (genug unbemalte Figuren habe ich), aber bisher habe ich mich noch nicht dazu aufraffen können. Kommt bestimmt noch!
Die Ringträger Frodo und Sam und ihr unzuverlässiger Gefährte Smeagol (oder Gollum)Fangen wir an mit den Ringträgern und Gollum. Beide funktionieren eigentlich nur als Marker im Spiel, da die Ringträger-Figur den letzten bekannten Ort der Gemeinschaft markiert und Smeagol bzw. Gollum sich nicht außerhalb der Gemeinschaft befinden kann. Die beiden Hobbits waren wirklich sehr schwer zu bemalen, da sie winzig sind. Gollum als Einzelfigur war da schon etwas einfacher. Er war ursprünglich nur eine Promo-Figur aus der Zeitschrift „Spielbox“ wurde dann aber in die Collector’s Edition und die zweite Edition aufgenommen.
Die Ratgeber der ersten Stunde: Gandalf der Graue und StreicherGandalf der Graue und Streicher sind die beiden Gefährten, die zu Beginn des Spiels Ratgeber der Gemeinschaft sein können, und die durch die entsprechende Aufwertung einen wertvollen Aktionswürfel für die Freien Völker bringen. Beide Figuren gefallen mir sehr gut, auch wenn man bei Streicher/Aragorn nicht ganz sicher ist, ob er nun den Waldläufer oder den König darstellt.
Legolas, Boromir, Gimli, die treuen GefährtenDiese drei bilden die mittlere Stufe von Gefährten, die den Ringträger auf seiner gefährlichen Queste beschützen. Meist müssen sie im Lauf des Spiel ihr Leben opfern oder eilen in ihre Heimatländer um gegen den Schatten zu kämpfen. Alle drei finde ich gut gelungen, wobei Gimli mein das Glanzlicht ist. Meiner Meinung ist er einer der, wenn nicht die beste Figur des ganzen Spiels.
Peregrin Tuk und Meriadoc BrandybockNatürlich dürfen wir die tapferen Vetter von Frodo Beutling nicht vergessen: Merry und Pippin. Auch wenn sie eher nicht so viel gegen die Macht des Ringes ausrichten können, sind sie doch für den Schatten kaum zu töten und können mit den ensprechenden Kampfkarten („Klinge von Westernis“) zur tödlichen Gefahr für die Schergen Saurons werden. Merrys Figur ist hübsch, aber leider verschwindet Pippins Gesicht komplett unter dem Helm.
Selbst gebastelt: Aragorn, Isildurs Erbe, und Gandalf der WeißeUrsprünglich gab es weder in der 1. Edition noch in der 2. eigene Figuren für den gekrönten Aragorn oder Gandalf den Weißen. Mit der Collector’s Edition gab es dann zwei anders bemalte Varianten, aber die Figuren blieben die gleichen. Ich nahm dann allen Mut zusammen, griff mir ein scharfes Messer und entfernte vom CE-Gandalf den Hut und einen Teil des Stabes. Mit etwas Modelliermasse formte ich dann seine Haarpracht neu und gab ihm einen neuen Stab. Aragorn war einfacher zu modifizieren: Er bekam eine geflügelte Krone auf den Helm modelliert. Mit beiden Varianten war ich sehr glücklich.
Nun zu Pferd: Gandalf der Weiße und AragornAber dann kamen die „Herren von Mittelerde“ mit diesem beiden Figuren für die mächtigen Varianten der beiden Gefährten. Den Gandalf auf Schattenfell finde ich sehr gelungen, auch wenn das Pferd ein wenig kräftiger sein könnte. Der berittene Aragorn ist dem Modellierer aber leider etwas misslungenen, aber ich habe noch das beste herausgeholt, was man mit Farbe tun konnte.
Hüter der Elbenringe: Elrond und GaladrielEbenfalls mit Herren von Mittelerde kamen die Hüter der drei Elbenringe dazu. Neben Gandalf waren das natürlich Elrond und Galadriel. Galadriel kannte man natürlich schon aus der alten Erweiterung und der Collector’s Edition. Die Figur hat ihre Probleme, aber mit der Bemalung bin ich ganz zufrieden. Elrond ist einer der Figuren im Mittelfeld: Okay aber nicht herausragend.
Baumbart, der älteste der EntsUnd zu guter Letzt noch Baumbart, dessen Figur schon in der alten Erweiterung enthalten war, aber nur in den Schlachten-Szenarien eine Rolle spielte. Für die 2. Edition gab es ihn als Promo-Figur mit eigener kleinen Regel, die ihn als möglichen Faktor in Fangorn und Rohan ins Spiel brachte. Die Figur gefällt mir sehr gut, bringt sie doch schön die entfachte Wut der Ents zum Ausdruck.
Reguläre Einheiten der ZwergeDie Armee der Zwerge ist die kleinste der Freien Völker (5 reguläre Einheiten, 5 Elite und 4 Anführer) und passend zum Hintergrund des Herrn der Ringe, greifen sie auch eher zögerlich und selten in die Geschicke Mittelerdes ein. Aber wenn sie in die Schlachten des Ringkriegs verwickelt werden, ist ihre Rolle meist sehr wichtig.
Eilite-Einheiten der ZwergeDie Farbe der Nation der Zwerge ist ein dunkles Rotbraun, aber um sie nicht zu einheitlich düster zu halten, habe ich die einzelnen Figuren durch unterschiedliche Kleidungs- und Bartfarben stark individualisiert.
Anführer der ZwergeBei den Anführern der Zwerge hatte ich die größten Schwierigkeiten, den Figuren Personen aus den Büchern zuzuordnen. Nur einer war einfach: Der Anführer, der in Erebor aufgestellt wird ist natürlich Daín Eisenfuß, der König unter dem Berg. Ein weiterer Anführer wird durch die Ereigniskarte „Die Garde von Dain Eisenfuß“ ins Spiel gebracht, und ihm habe ich den Charakter „Thorin III. Steinhelm“ zugeordnet, der Sohn und Erbe des Zwergenkönigs. Die restlichen beiden habe ich nach zwei von Thorin Eichenschilds Gefährten benannt: Gloin, der beim Rat von Elrond die Zwerge vertrat, und Dwalin, der Bruder Balins.
Wer sich die Erweiterung „Die Herren von Mittelerde auf den Internationalen Spieletagen in Essen holte, bekam ein schönes, kleines Extra zu seinem Kauf dazu: Die Promo-Mini-Erweiterung „Baumbart“, bestehen aus einer Figur und einer Charakter-Karte für den Ältesten der Ents.
Die Figur ist schon aus der alten Erweiterung „Die Schlachten des Dritten Zeitalters“ bekannt, aber als eigenen Charakter gab es Baumbart bisher nur in den Szenarien zu den Schlachten von Rohan und Gondor. Mit dieser Mini-Erweiterung kann man ihn nun im eigentlichen „Ringkrieg“ einbauen, egal ob mit oder ohne der „Die Herren von Mittelerde“ Erweiterung.
Regeltechnisch kann Baumbart mit einem Rekrutierungswürfel ins Spiel gebracht werden, wenn Gandalf der Weiße im Spiel und ein beliebiger Gefährte (auch Gandalf selbst) in Fangorn ist. Da Baumbart als Gefährte gilt, hat das den Vorteil, dass man keinen anderen Gefährten mehr in Fangorn lassen muss, um irgendwann eine Ent-Karte gegen Isengart spielen zu können. Dieser hat nun die Freiheit, irgendwo anders in den Krieg um Mittelerde eingreifen zu können – besonders praktisch, wenn es sich um Gandalf den Weißen selbst handelt.
Sobald die erste Ent-Karte gespielt wurde, darf Baumbart sich auch aus Fangorn hinaus bewegen, und dank seiner „Erdspross“ Sonderfähigkeit kann er in Rohan ein hilfreicher Kampfgefährte sein. Weiter entfernt von seiner Heimat wird er allerdings kaum nützlich sein, da er dort nicht mehr als Gefährte zählt.
Auf der Rückseite der Baumbart-Karte findet sich das wunderschöne Porträt von John Howe, dass auch schon in der alten Erweiterung zu seiner Illustration verwendet wurde. Der herrlich moosige Ent funkelt wunderbar grimmig (wahrscheinliche ist er über Saruman erzürnt), trotzdem meint man seine Weisheit und tiefe Güte spüren zu können. Die Plastikfigur ist auch wunderbar gelungen und lässt sich hervorragend bemalen.
Ich bin sicher, es wird noch zahlreiche Gelegenheiten geben, diese Promo-Figur zu ergattern. Aber wer noch die alte Erweiterung besitzt, kann die Baumbart-Figur daraus benutzen, und die Mini-Erweiterung „Baumbart“ auch ohne die offizielle Karte verwenden. Da es sich nicht um eine Ereigniskarte handelt, die ins Deck gemischt werden muss, reicht eine Notiz oder Ausdruck der Regeln, um diesen neuen Charakter zu verwenden.
Normalerweise bin ich kein großer Fan von Promo-Artikeln, weil nicht sicher gestellt ist, dass jeder Spieler sie bekommen kann. Aber ich muss sagen, dass mir dieser Baumbart gut gefällt. Seine Regel ist einfach und nicht besonders mächtig, aber interessant und passend zum Charakter. Lieber hätte ich ihn als festen Bestandteil der neuen Erweiterung gesehen, aber wie heißt es so treffend bei den Rolling Stones: „You can’t always get what you want.“ Ich hoffe, er wird leicht genug erhältlich sein, dass viele Spieler diese schöne, kleine Erweiterung verwenden können.
Wie kröne ich Streicher schon in der ersten Runde?Wenn man den Ringkrieg die ersten Male spielt, scheint einem der Weg von Bruchtal bis Minas Tirith unendlich weit. Den wenigsten ist bewusst, dass eine Gruppe Gefährten außerhalb der Ringgemeinschaft diese Strecke sehr schnell zurücklegen kann. So schnell, dass man – mit den richtigen Aktionswürfeln – Streicher schon in der ersten Runde zum König krönen kann, und damit schon ab Runde 2 mit 5 Aktionswürfeln spielen kann.
Was braucht man dafür? Man muss einen Wille des Westens gewürfelt haben, und mindestens zwei Personenergebnisse. Besser noch sind drei, aber den dritten kann man durch einen Elbenring ersetzen.
Mit dem 1. Personenwürfel trennt man Streicher und eventuelle Begleiter von der Gemeinschaft und bewegt sie ihre drei erlaubten Regionen bis nach Moria. Da sie in einer Schattenfestung sowieso stoppen müssen, bringt es auch nichts, vorher noch die Gemeinschaft zu bewegen.
Der 2. Personenwürfel bringt Streicher dann über das Schattenbachtal und Parth Galen nach Fangorn. Warum Fangorn? Weil man hier zum Beispiel einen Hobbit absetzen kann, um eine der Bedingungen zum Spielen der drei „Die Ents erwachen“ Karten zu erfüllen. Wenn man das nicht tun möchte, kann man auch den direkteren Weg über Ost-Emnet nehmen. Hat man mehr Gefährten von der Gemeinschaft getrennt, können diese natürlich nun ihre eigenen Wege gegen.
Wenn man kein 3. Personenergebnis gewürfelt hat, muss man jetzt einen Elbenring einsetzen, um Streicher und den Rest seiner Gefährten nach Minas Tirith zu bringen. Mit der vierten und letzten Aktion, dem Wille des Westens, kann man ihn nun zum König von Gondor krönen.
Streicher (rechts) wird zu Aragorn, Isildurs Erbe (links)Und warum sollte all diese Würfel verwenden, um das ihn der ersten Runde zu tun? Schließlich heißt das, dass die Gemeinschaft in der ersten Runde überhaupt nicht vorankommt. Nun, weil vier Würfel verdammt wenig sind, um den Ring zum Schicksalsberg zu bringen, bevor der Schatten seine zehn Siegpunkte erobert hat. Außerdem ist man nicht auf den Tod Gandalfs angewiesen, um einen schnellen fünften Würfel zu bekommen, und Aragorn kann helfen, Gondor erfolgreich zu verteidigen. Und zuletzt kann man nie sicher sein, wann man das nächste Wille des Westens Ergebnis würfelt. Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte man sie wahrnehmen.
Wenn ich die Möglichkeit zur Krönung Aragorns in der ersten Runde habe, nehme ich sie normalerweise wahr. Mit einer Ausnahme: Wenn der Schatten kein Auge der Jagd zugewiesen hat und auch keins würfelt, bewege ich die Gemeinschaft viermal. Vier ungefährdete Bewegungen sind fast die Hälfte des Weges nach Mordor und machen es dem Schatten sehr viel schwerer zu gewinnen.
Wir werden uns als schneller erweisenNoch eine Anmerkung: Mit der Karte „Wir werden uns als schneller erweisen“ kann man Streicher sogar in drei Aktionen krönen, denn sie kann ihn in einem Zug von Moria nach Minas Tirith bringen. Der Zwischenstopp in Fangorn ist dann allerdings nicht mehr möglich.