Gespielt: Star Wars – Rebellion

Frisch eingetroffen: Stars War In A Box!

Frisch eingetroffen: Stars War In A Box!

Nachdem letzte Woche das lang ersehnte Star Wars Rebellion eintraf, konnte ich es gar nicht abwarten es auszuprobieren. Glücklicherweise gab das lange Pfingstwochenende Gelegenheit dazu, und ich konnte mich mit einem langjährigen Freund und Spiele-Partner für eine genüssliche Einführungsrunde treffen. Wir hatten den ganzen Nachmittag und Abend eingeplant, da wir mit einem langen Spiel rechneten.

Learn to Play

Übersichtlich und reich mit Beispielen illustriert: Das „Learn to Play“ Regelbuch

Wir ließen uns entsprechend Zeit mit dem Erklären, aber die Regeln sind auch sehr logisch aufgebaut und eingängig, so dass wir keine wesentlichen Regelfehler beim Spiel gemacht haben (denke ich zumindest). Ich mag die neue Art und Weise, wie Fantasy Flight Games die Regeln handhabt: Ein „Learn to Play“ Buch, das der Einführung und dem Lernen dient, und eine „Rules Reference“, in der alle Regeln nochmal im Detail zum Nachschlagen aufgeführt werden. Im Referenzbuch finde ich immer alles sehr schnell, was ich während des Spiel nachschlagen möchte.

Spielbeginn: Die Galaxis scheint fest in der Hand des Imperiums.

Spielbeginn: Die Galaxis scheint fest in der Hand des Imperiums.

Ich übernehme die Allianz der Rebellen, und schon beim Aufbau kommt mir dieser nagende Gedanke: „Wie soll ich das bloß schaffen?“ Die Rebellen sind dem Imperium militärisch hoffnungslos unterlegen. Während die Bösen nämlich bereits zu Beginn mit einem Todesstern und drei Sternenzerstörern aufwarten können, hat die Allianz gerade mal eine mickrige Correlianische Fregatte zur Verfügung. Aber halt, kommt mir das nicht irgendwie bekannt vor? Die militärische Ausgangssituation ist im Ringkrieg für die Freien Völker ähnlich düster. Also Kopf hoch und frohgemut los gespielt!

Das Imperium legt kräftig damit los, meine wenigen loyalen und ungeschützten Systeme zu unterwerfen und sich dabei auszubreiten. Jedes unterjochte System ist eins, auf dem sich die Rebellenbasis nicht verbergen kann. Ich versuche dagegen, so viele Missionen wie möglich durchzuführen. Mon Mothma überzeugt Geonosis sich der Rebellion anzuschließen, während Leia die Pläne des Imperiums ausspioniert, Obi-wan kommt der Allianz zu Hilfe und meine Agenten beginnen eine Sabotage-Kampagne auf den industriellen Zentren des Imperiums. Das wird mir erlauben den Ruf der Rebellion zu festigen (ein erstes Ziel wird erfüllt, plus 1 Reputation). Darüber vernachlässige ich aber notgedrungen meine Flottenbewegungen, und eine imperial Flotte stellt meine mageren Raumstreitkräfte im Nal Hutta System zur Schlacht. Ein geschicktes Manöver des Admirals verhindert einen Rückzug, meine Flotte wird komplett zerstört. Im Raumkampf wird die Rebellion danach nie wieder eine Bedrohung für das Imperium darstellen.

Special Agent Leia mit ihrer treuen R2 Einheit.

Special Agent Leia mit ihrer treuen R2 Einheit.

Als meine beste und wichtigste Agentin stellt sich schon bald Prinzessin Leia heraus, die mit ihrem treuen R2D2 zahllose wichtige Pläne des Imperators durchkreuzt. Die Sonderfähigkeit von R2 musste sie im ganzen Spiel witzigerweise nie einsetzen. Immer gelang es ihr, durch ihren normalen Wurf den Erfolg des Gegners zu verhindern. Ihr unbekannter Zwilling Luke Skywalker bleibt dagegen als Farmer auf Tatooine und wird sich nie der Rebellion anschließen.

Darth Vader nimmt seinen alten Meister Obi-wan gefangen.

Darth Vader nimmt seinen alten Meister Obi-wan gefangen.

Nachdem das Imperium das rebellische Geonosis mit roher Gewalt unter seine Knute gebracht hat, entwickelt sich der Planet zu einem Zentrum des geheimen Kampfes um die Freiheit der Galaxis. Obi-wan Kenobi wird dort von Darth Vader gefangen genommen, und als Han Solo mit Hilfe des Millenium Falcon den alten Jedi befreit, gerät er selber in die Fänge des Sith Lords. Ein Befreiungsversuch Leias scheitert – eine ihrer wenigen misslungen Missionen – aber der treue Gefährte Chewbacca kann wenigstens verhindern, dass Han in Carbonit eingefroren wird.

Machtdemonstration des Imperiums: Das friedliche Toydaria wird gnadenlos zerstört.

Machtdemonstration des Imperiums: Das friedliche Toydaria wird gnadenlos zerstört.

Als auch Bothawui besetzt wird, wird es den Rebellen in diesem Raumsektor zu heiss – die geheime Basis war auf Tatooine und wird nun verlegt. Glücklicherweise gab es kurz zuvor einen Aufstand der geknechteten Wookies auf Kashyyyk und die Allianz beschließt, dort im Herzen des Reiches einen neuen Stützpunkt aufzubauen während die imperialen Flotten am Rande der Galaxis suchen. Aber ein Blick auf den Fortschritt der Zeitleiste und des Probe Decks lässt mich trotzdem schier verzweifeln. Wie soll ich das noch so lange durchhalten, wo das Imperium doch immer nur einen Schritt von der geheimen Basis entfernt zu sein scheint?

Rebellen? Auf Yavin? Kann gar nicht sein.

Rebellen? Auf Yavin? Kann gar nicht sein.

Aber eine aufsehenerregende Militäraktion lässt mich Hoffnung schöpfen. Einen Spezialkommando unter Führung von Chewie gelingt es, kurzzeitig Coruscant unter seine Kontrolle zu bringen und Chaos in der imperialen Führung zu stiften (plus 2 Punkte Reputation). Zwar gelingt es dem Imperium schnell, die Situation zu bereinigen, aber in der Folge kann ich von Ord Mantell aus das benachbarte Mandalore befreien, was der Rebellion weiteren Zulauf bringt (1 weiterer Punkt Reputation). Währenddessen erreicht der Todesstern das abgelegene Yavin, in der festen Überzeugung nun endlich die Rebellenbasis zu finden – aber dort ist nur ein verlassener Außenposten.

Han wartet schon lange auf seine Rettung.

Han wartet schon lange auf seine Rettung.

Nun läuft dem Imperium dann doch die Zeit davon. Die Basis kann aus seiner Sicht nur noch auf Kashyyk oder Malastare sein, aber sie ist inzwischen auch stark verteidigt. Zwei Runden bleiben dem Imperator noch, sie zu finden und zu zerstören, und der Todesstern ist nicht in Reichweite. Die Flotte schlägt auf Malastare zu… wieder kein Erfolg. Nun revanchiert sich Obi-wan und befreit Han Solo endlich aus seinem Kerker auf Geonosis. Gleichzeitig deckt er die finsteren Taten des Imperiums auf und weckt damit große Sympathien für die Allianz (1 Punkt Reputation). Damit ist der große Aufstand da und System nach System fällt vom Imperium ab, die Rebellen haben den Krieg gewonnen!

Vader schlägt auf Malastare zu, aber seine Informationen waren unvollständig. Der geheime Stützpunkt war auf dem benachbarten Kashyyk.

Vader schlägt auf Malastare zu, aber seine Informationen waren unvollständig. Der geheime Stützpunkt war auf dem benachbarten Kashyyk.

Wow, es ist schon fast 22 Uhr und wir haben insgesamt über 5 Stunden an der Partie gespielt. Aber die Zeit ist wie im Flug vergangen, denn es war die ganze Zeit super spannend. Ganz lange war ich mir wirklich sicher, dass ich keine Chance haben würde, die Basis lange genug vor dem Imperium zu verstecken, aber dann hat es am Ende tatsächlich gerade noch so gereicht. Hätte das Imperium Kashyyk angegriffen, hätte ich den Bodenkampf möglicherweise noch gewinnen und die Basis ein weiteres Mal verlegen können. Aber das war alles andere als eine sichere Sache.

Vom Spielgefühl erinnert Rebellion durchaus an den Ringkrieg. Es ist genauso spannend (zumindest diese Partie), genauso thematisch und genauso beeindruckend auf dem Tisch. Vielleicht ist es nicht ganz so episch, weil die Charaktere nicht so eng in das Gesamtgeschehen eingebunden sind. Es kommt eher selten vor, dass eine liebgewonnene Figur sich opfert, um das Spielziel doch noch zu erreichen. Auch sind die Kämpfe im Ringkrieg taktischer und besser planbar, weil man schon vorher weiß, was man für Kampfkarten auf der Hand hat. Nichtsdestotrotz war die erste Partie Star Wars – Rebellion für uns ein voller Erfolg. Ich freue mich schon auf die nächste.

Schachteleinsatz für Conan – Zeitalter der Kriege

Ein Schachteleinsatz für Grundspiel und Erweiterung

Ein Schachteleinsatz für Grundspiel und Erweiterung

Nachdem ich in letzter Zeit viel Spaß am Basteln von Schachteleinsätzen aus Foamcore hatte, habe ich mich für „Conan – Zeitalter der Kriege“ hingesetzt und eine Aufbewahrung gebaut, in die auch die Komponenten der Erweiterung „Adventures in Hyboria“ hinein passen. Das Ergebnis gefällt mir gut, und daher teile ich die Pläne an dieser Stelle.

Der Bauplan des Einsatzes

Der Bauplan des Einsatzes

Vier Spieler-Schachteln enthalten alle Materialien, die die Spieler brauchen, während ein großes, flaches Teil Platz für alle Karten, die Würfel und Marker bietet. Darüber kommt der Spielplan, der allerdings nicht die ganze Breite der Schachtel einnimmt. Um diese Lücke zu schließen gibt es noch eine optionale Marker-Schachtel, die man im Spiel für das Gold oder ähnliches verwenden kann.

Die PDF-Datei mit den Plänen und Bilder zur Veranschaulichung findet ihr unter diesem Link: Age Of Conan Insert v1.1.

Gespielt: Conan – Abenteuer in Hyborien

Kickstarter: Die Box, Münzen und Beutel

Kickstarter: Die Box, Münzen und Beutel

Nachdem ich letzte Woche endlich die Erweiterung für Conan – Zeitalter der Kriege in den Händen halten durfte, war ich natürlich sehr ungeduldig, es auch endlich spielen zu können. Zur Erinnerung: Ich habe vor anderthalb Jahren den Kickstarter für „Adventures in Hyboria“ unterstützt. Mit einem Jahr Verspätung wurde das Spiel nun ausgeliefert. Das ist keine ungewöhnliche Zeit für Kickstarterprojekte, und ich bin nun mit dem Spiel auch sehr zufrieden. Die schicken Metallmünzen sind großartig, und auch spieltechnisch ist die Erweiterung ein guter Wurf. Aber dazu gleich mehr.

Der Inhalt der Erweiterung plus das KS-Bonusmaterial

Der Inhalt der Erweiterung plus das KS-Bonusmaterial

Zu meinem Glück war für den 1. Mai sowieso ein Brettspieltreffen mit Freunden von den Limburger Kellerkindern angesagt, die genauso heiß auf eine Partie Conan waren wie ich. Also schnell die Box ausgepackt, sortiert und die Regeln gelesen. Der Mix aus Englisch und Deutsch sollte in dieser Runde kein Problem sein, aber es sind schon eine ganze Menge neuer Regeln, insbesondere, wenn man die Extras für die Kickstarter-Unterstützer mit dazu nimmt. Also lasse ich die erst einmal weg und beschränke mich auf die „offziellen“ neuen Regeln der Erweiterung. Das sollte erst mal genug Stoff sein.

Der Aufbau ist fertig, die Spieler können kommen

Der Aufbau ist fertig, die Spieler können kommen

Das Spielbrett ist kompakt, so dass wir mir weniger Platz auskommen, als bei Sails of Glory oder Twilight Imperium, aber trotzdem findet sich eine Menge Zeug auf dem Tisch.

Das Erklären der Regeln (nur ich habe das Grundspiel schon mal gespielt) dauert eine Weile, denn das Spiel hat viele ineinander greifende Teile, und es ist als Anfänger etwas schwer zu verstehen, wie alles zusammen passt. „Ja, ich kann darauf bieten Conan-Spieler zu werden und verstehe auch wie das geht, aber was bringt mir das und wie wirkt sich das im weiteren Spiel aus?“ Auch ich kann nicht mehr oder noch alles überblicken, da die Erweiterung eine ganze Menge Details verändert und hinzufügt.

Die Anfangsaufstellung mit den vier Reichen.

Die Anfangsaufstellung mit den vier Reichen.

Also losgespielt, die Feinheiten müssen wir während der Partie verstehen. Ich übernehme Turan (gelb), Erik spielt Hyperborea (lila), Nico Aquilonien (rot) und Christian nimmt das finstere Stygien (grün). Unsere Abgesandten schwärmen aus, meine berittenen Bogenschützen helfen Zamora zu erobern, und Conan der Krieger macht sich auf die Wanderschaft durch den Norden der hyborischen Lande. Ich stelle fest, das Conan mit der Erweiterung deutlich häufiger Geschichten erlebt und damit der Conan-Spieler öfter wechselt, dafür aber seine Abenteuer-Reisen und damit die Zeitalter länger dauern. Hyperborea hat eine Weile den größten Einfluss auf den Barbaren, der eine Menge Liebschaften auf seinen Reisen erlebt (viele Frauen-Marker werden gezogen).

Zamora

Zamora wird zur am härtesten umkämpften Provinz des Spiels.

Das erste Zeitalter schreitet voran und die ersten Konflikte zwischen den Reichen entstehen. Das geht schneller als im Grundspiel, insbesondere die Spione laden dazu ein, einem Mitspieler schon mal in die Suppe zu spucken – oder wohl eher das Breitschwert zwischen die Rippen zu rammen. Hyperborea fädelt eine Intrige in Zamora ein und machst sich die Provinz zum Verbündeten. Das kann sich Turan natürlich nicht gefallen lassen, und meine berittenen Bogenschützen erobern Zamora im Gegenschlag. Das leert allerdings meine Staatskasse völlig (die sind teuer!) und ich muss zusehen, wie ich wieder zu Geld komme. Stygien schließt währenddessen Bündnis um Bündnis und sammelt riesige Goldschätze. Dafür erleiden stygische Truppen eine Schlappe in den Schwarzen Königreichen, und sein Militär bleibt klein und schwach. Aquilonien breitet sich unterdessen langsam aber stetig aus, auf eine gute Balance zwischen diplomatischen Initiativen und militärischen Schlägen bedacht.

Conan der Söldner erobert Zamora für Hyperborea

Conan der Söldner erobert Zamora für Hyperborea

Conan’s Ruhm und Erfahrung steigen schnell und um die Wende zum zweiten Zeitalter, wird er vom umherziehenden Krieger zum Söldner. Stygiens Goldschätze zahlen sich nun aus und es stellt gewaltige Armeen auf. Ich muss mich mit weniger neuen Einheiten begnügen, schließlich muss ich bald wieder meine Elite-Krieger bezahlen. Hyperborea heuert Conan für einen Feldzug in Zamora an, und meine fliehenden Truppen können nur noch den Rauch der brennenden Festungen und Städte sehen, als sich die Hyperboreaner die Provinz unterwerfen. Conan der Söldner ist wahrlich ein furchterregender Kämpfer.

Eine aquilonische Tragödie in zwei Akten: Der Feldzug in die piktische Wildnis.

Eine aquilonische Tragödie in zwei Akten: Der Feldzug in die piktische Wildnis.

Fern im Westen versucht Aquilonien sich die Pikten Untertan zu machen. Conan begleitet auch dort den ersten Feldzug, der jedoch ins Stocken gerät und nicht weitergeführt werden kann. Gelangweilt vom Lagerleben wandert Conan weiter. Die eintreffenden Verstärkungen führen die Kampagne im nächsten Jahr ohne seine Unterstützung fort- in die totale Katastrophe. Eine volle aquilonische Legion verschwindet trotz Spionen, Kundschaftern und bossonischen Bogenschützen auf Nimmerwiedersehen in der piktischen Wildnis. Das wirft das aquilonische Reich weit zurück, und es tut sich schwer, sich von diesem Schlag zu erholen.

Conan überschreitet das Ende der Erfahrungsleiste und beendet damit das Spiel.

Conan überschreitet das Ende der Erfahrungsleiste und beendet damit das Spiel.

Conan sammelt nun sehr schnell Erfahrung und steigt zum General auf. So schnell, dass das Ende seiner Erfahrungsleiste (und damit das Spielende) in Sicht kommt, bevor wir überhaupt das dritte Zeitalter erreicht haben. Stygien wirft nun seine riesigen Armeen in die Schlacht – angeführt von General Conan! Aquiloniens stattliche Streichtmacht hat diesem Heer nichts entgegen zu setzen und muss sich aus Koth zurückziehen. Dafür erringt das Reich des Löwen ein paar kleinere Erfolge gegen Hyperborea im Norden, und auch ich kann mit Turan zumindest Zamora wieder zurückgewinnen. Außerdem sammle ich langsam aber stetig Conans Abenteuer-Marker.

Ein magerer Punkt entscheidet über Sieg und Niederlage.

Ein magerer Punkt entscheidet über Sieg und Niederlage.

Gerade noch rutschen wir ins dritte Zeitalter, aber die neuen Truppen kommen nicht mehr zum Einsatz, denn schon zwei Züge später erreicht Conan den Gipfel seiner Laufbahn und das Spiel ist zu Ende. Keines unserer Reiche konnte ihn krönen, also wird gleichmäßig abgerechnet. Stygien, dass am Ende des ersten Zeitalters noch die wenigstens Punkte hatte, holt stark auf, und am Ende ist es ein einziger Punkt, der Turan, und damit mich, zum Sieger des Spiels macht. Mit 46 Punkten gewinne ich gegen Stygiens 45.

Hyperborea, das seine gerade neu aufgestellten Truppen wegen des schnellen Endes nicht mehr einsetzen konnte, und Aquilonien, das sich nicht richtig von seiner Niederlage in der Piktischen Wildnis erholt hat, landen bei 39 und 40 Punkten.

Die liebliche Prinzessin Yasmina schmachtet immer noch nach Conan .

Die liebliche Prinzessin Yasmina schmachtet immer noch nach Conan .

Nicht ganz unschuldig am meinem Sieg ist die liebliche Prinzessin Yasmina. Ihre zwei Punkte für „Frauen“ brachten mir die Mehrheit in dieser Kategorie und damit 5 Punkte – deutlich mehr als mein Vorsprung. Danke Yasmina!

Fazit

Dies ist keine Rezension, weil mir eine Parte nicht reicht, die Erweiterung abschließend zu beurteilen. Zumal wir einige Elemente noch weggelassen haben: Götter, Rollen für Conan, alternative Artefakte, usw. Aber das, was die Erweiterung versprach, hat sie gehalten: Conans Rolle ist deutlich ausgebaut, und das hat mir sehr gut gefallen. Die Spione waren auch sehr interessant, da sie die Konflikte zwischen den Spielern befördern und frühe unglückliche Niederlagen vermeiden können.

General Conan führt die Stygier zum Sieg über Aquilonien und erobert Koth.

General Conan führt die Stygier zum Sieg über Aquilonien und erobert Koth.

Ich bin nicht ganz sicher, ob das kurze Dritte Zeitalter unserem Würfelglück oder -pech geschuldet ist. Wahrscheinlich eher eine Regel, die wir übersehen haben – wir haben Conans Stimmung nicht nach seinen Abenteuerwurf weiter gerückt, wodurch die irgendwann auf dem besten Bonus stehen geblieben ist, und die Abenteuer leichter bestehen konnte. Ausgemacht hat uns das eher nichts, denn das Spiel hat so auch lange genug gedauert (wegen Regelerklärungen und zahlreichen Raucherpausen). Weiter Spiele werden das (hoffentlich) klarer zeigen.

Vielen Dank auf jeden Fall an Erik, Nico und Christian für einen weiteren tollen Brettspieltag! Diesmal musstet ihr die Knie vor dem turanischen Thron beugen, bei Crom!

PS.: Inzwischen habe ich gemerkt, was wir falsch gespielt haben. Die Nicht-Conan-Spieler können in jedem Zug Story-Cards spielen, nicht nur wenn sie Conan-Aktionen wählen. Mit der können sie stattdessen Abenteuer-Marken bekommen. Das verlängerte die Zeitalter deutlich. Dadurch war es kein Wunder, dass Conan seine maximale Erfahrung so schnell erreichte.

In gespannter Erwartung: Star Wars Rebellion

Das deutsche Titelbild für Star Wars Rebellion

Das deutsche Titelbild für Star Wars Rebellion

Science Fiction? Star Wars? Falsches Genre, falsches Universum! Vielleicht, aber es ist mal wieder Zeit einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Allerdings noch nicht in Form einer Rezension, sondern als kleine Vorschau auf ein noch nicht erschienenes Spiel.

Warum diese besondere Aufmerksamkeit? Na ja, als Fantasy Flight Games vor ein paar Monaten dieses Spiel ankündigte, war ich mehr als interessiert. Ein 2-Personen Strategiespiel, das auf einem der beliebtesten Franchises dieser Welt basiert, mit zwei Fraktionen, von denen die gute, militärisch deutlich unterlegene Seite gegen einen übermächtigen, finsteren Gegner kämpft? Mit einem geheimen Aspekt, nach die Bösen mit aller Macht suchen? Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Rebellenanführer

Anführer der Rebellion am Beginn des Spiels

Tatsächlich sind die Parallelen zwischen Rebellion und dem Ringkrieg nicht von der Hand zu weisen. Aber wenn FFG vielleicht vom Konzept meines Lieblingsspiel inspiriert war, sind die tatsächlichen Regelmechanismen doch komplett andere. Das könnt ihr im öffentlich zugänglichen Regel PDF nachlesen. Aber spannend hört es sich an, wenn die Suchdroiden des Imperiums auf der Suche nach der geheimen Basis die Galaxis durchkämmen, während die Rebellion versucht, genug Missionen zu erfüllen, um das den Aufstand gegen den Imperator voll zu entfachen. Interessant ist auch, das die Charaktere, Helden wie Schurken, die zentralen Steuerelemente des Spiels sind, indem sie erlauben, verschiedene Aktionen auszuführen. In dieser Hinsicht erfüllen sie eine ähnliche Funktion wie die Aktionswürfel im Ringkrieg.

Rebellenbasis

Das Imperium hat die geheime Basis der Rebellen gefunden!


Ein paar Dinge gibt es in den Regeln, die mich glauben lassen, dass Rebellion nicht ganz die Perfektion des Ringkriegs erreichen wird.
1. Jede Seite hat nur eine Siegbedingung. Diese sind zwar asymmetrisch, so dass beide gleichzeitig nahe am Sieg sein können, aber wenn eine Seite durch Pech hinterher hinkt, hat sie keine zweite Siegbedingung, auf die sie ausweichen kann.
2. Die Doppelfunktion der Karten im Ringkrieg bedeutet, dass man ständig ziemlich schwere Entscheidungen treffen muss: Spiele ich diese Karte nun im Kampf, oder bewahre ich sie für ihr Ereignis auf? Etwas Entsprechendes gibt es in Rebellion nicht, da alle Karten nur eine Funktion haben.
3. Charaktere können nicht sterben (allerdings gefangen genommen werden). Das Opfern eines der Gefährten im Ringkrieg ist immer ein harte Entscheidung, von der es kein Zurück gibt. Dass man Grandmoff Tarkin nicht auf Dauer ausschalten kann, wie es mit Saruman möglich ist, ist schon ein bisschen schade.

Miniaturen

Ganz viel Plastik!


Ich bin auf jeden Fall sehr auf Rebellion gespannt, die ersten Berichte und Rezensionen sind vielversprechend. Das Spiel ist nicht ganz billig – €70 bis €80 muss man auf jeden Fall investieren – aber die Ausstattung ist grandios, mit einem riesigen Spielplan und massenweise wunderbarer Plastikfiguren, vom Rebellen-Soldat über TIE-Jäger, Sternenzerstörer bis hin zu mehreren (!) Todessternen. Ich habe die englische Version vorbestellt, und werde sie, wenn alles glatt geht, Anfang Mai in den Händen halten. Dann gibt es bestimmt einen Spielbericht und eine Rezension.

Auf Boardgamegeek findet ihr schon zahlreiche Rezensionen und Videoberichte. In diesem Sinne, möge die Macht mit Euch sein!

BGG Turnier 2016 – Das Teilnehmerfeld

BGGTurnier2016

49 Spieler aus aller Welt sind 2016 dabei.

Die Registrierung für das große Online-Turnier 2016 ist nun vorbei und das Teilnehmerfeld steht. Ich freue mich darüber, dass wir wieder viele Spieler aus Deutschland dabei haben. Nach den Amerikanern sind wir mit Abstand die größte Gruppe.

Mein Weg durchs Turnier – so weit er denn gehen wird – führt mich nach einem Freilos in der ersten Runde zu Hessen in Runde 3, gegen den ich schon letztes Jahr antreten musste. Der Favorit für meinen Gegner im Viertefinale ist Jim Hansen, und dann Peter Májek im Halbfinale und Magic Geek im Finale. Aber ob ich überhaupt soweit komme, und wer von den Favoriten so strauchelt, das werden wir erst noch sehen. Ich bin wieder sehr gespannt!

Liefertermin Warriors of Middle-earth

Warriors of Middle-earthAres Games hat auf Facebook den Liefertermin für Warriors of Middle-earth etwas spezifiert:

„Warriors of Middle-earth should ship out of the factory by late May, so the estimated release date is late June / early July, depending on the transit time.“

Es wird also Sommer bevor wir die Erweiterung in den Händen halten können. Leider habe ich keine neuen Informationen zur deutschen Ausgabe. Deshalb ist diese Meldung recht spät – ich hatte gehofft, noch Neuigkeiten von den Heidelbären hinzufügen zu können, aber leider können die auch noch nicht mehr sagen. Es heißt also weiter „Geduld haben“.

2016 War of the Ring International Online Tournament

3. Platz beim BGG Turnier 2016

Mein 3. Platz beim BGG Turnier 2016

Es geht wieder los, die Registrierung für das große BGG Ringkrieg-Turnier 2016 (die inoffizielle Weltmeisterschaft) ist eröffnet. Ihr könnt euch hier auf Boardgamegeek anmelden und über das Turnierformat mitentscheiden.

Nach meinem dritten Platz vom letzten Jahr freue ich mich schon sehr auf das Turnier und auf viele spannende Spiele gegen Ringkrieg-Fans aus aller Welt.

Interview mit Roberto di Meglio

PundakDas israelische Gaming-Portal Pundak hat ein ausführliches Interview mit Roberto die Meglio geführt. Neben Informationen zu Robertos Brettspiel-Geschichte, den Verlagen Nexus und Ares Games und diversen anderen Spielen, finden sich auch eine Menge Informationen zum Ringkrieg, den kommenden Erweiterungen und der Zukunft des Spiels.

Ich fand das Interview sehr informativ, abseits der üblichen Allgemeinplätze. Viel Spaß beim Lesen! Und keine Angst, dass die Webseite selbst in Hebräisch ist, das Interview ist in Englisch.

Warriors of Middle-earth verspätet: Später Frühling 2016

Warriors of Middle-earthAres Games hat bestätigt, was wir alle schon wussten: Die für Ende 2015 angekündigte Erweiterung „Warriors of Middle-earth“ verspätet sich. Neuer Termin ist der „späte Frühling 2016“. Ich interpretiere das mal als Mai/Juni. Gründe wurden keine genannt.

Zur deutschen Übersetzung gibt es noch keine Neuigkeiten.

Warriors of Middle-earth auf der Spiel 2016 (Preview)

Warriors of Middle-earth

Vorschau auf Warriors of Middle-earth auf der Spiel’15

Mir ist aufgefallen, dass ich dieses Foto von der Spiel’15 in Essen hier noch gar nicht vorgestellt habe. Es mag als kleiner Trost dafür dienen, dass ich noch keine Neuigkeiten zum Erscheinungstermin von „Warriors of Middle-earth“, der zweiten Erweiterung für den Ringkrieg, habe.

Mann kann prima die verschiedenen Figuren erkennen. Bekannt von der ersten Edition sind ja noch die Ents, die Korsaren von Umbar und die Dunländer. Besitzer der „Schlacht der Fünf Heere“ kennen auch schon die Adler, aber ganz neu sind die Spinnen und die Toten von Dunharg, die man ganz vorne im Bild sieht. Auch die beiden neuen (Fraktions-)Würfel sind zu sehen, mit denen man Effekte der Fraktionen auslösen kann.

Sehr schön finde ich auch das Cover, das wieder nach einer Arbeit von John Howe aussieht. Die Ents zerstören Isengart, mit der mächtigen Säule von Orthanc im Hintergrund. Sehr stimmig! Ich hoffe, dass ich bald neues über den endgültigen Veröffentlichungstermin verkünden kann.