Fiktion – Infinity N5 „Abschied“

Zurück zu Kapitel 4 „Das Versteck der Bestie“

Ilya kam wieder zu Bewusstsein, als das Adrenalin seinem Körper einen Tritt gab. Er lag auf dem Bauch im Staub, aber er war nicht allein. Ein bestialischer Gestank wehte über ihn hinweg, und etwas Riesiges … nein, etwas Gigantisches schnüffelte an seinem Rücken. Er hörte Steine brechen und spürte, wie der Boden bebte, als die Megabestie sich abwandte, offenbar desinteressiert an dem kleinen Häppchen.

Ilya wagte es, ein Auge zu öffnen, und blinzelte eine Kruste aus Staub oder getrocknetem Blut weg. Er sah die gewaltige Masse von „Bubbles“ – wer zum Teufel nannte so eine Monstrosität bitteschön „Bubbles“!? – im Zeitlupentempo an sich vorbeiziehen. Sie hielt hier und da an, um an etwas auf dem Boden zu schnüffeln, und schob einmal mit einem lässigen Prankenhieb einen Trümmerbrocken beiseite, der mehrere Tonnen wiegen musste. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, bis sie schließlich zwischen den Ruinenmauern verschwand, die das Areal umgaben.

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Fiktion – Infinity N5 „Das Versteck der Bestie“

Gehe zu Teil 3 “Mangel an Aufklärung”

Kleio ignorierte die neugierigen Blicke derjenigen, die die Söldner „Fiddler“ nannten, aber es beunruhigte sie, dass die neugierige und hyperaktive Technikerin ein besonderes Interesse an ihrer Tarnidentität entwickelt hatte. Aufgrund ihrer ständig wechselnden Besetzungen war es notorisch einfach, sich in eine Söldnerkompanie der „Brawler“ einzuschleusen, aber das bedeutete nicht, dass es ohne Risiko war. Dies war nun schon das dritte Mal, dass sie versuchte, die Operation dieser Truppe zu manipulieren, und früher oder später musste einfach etwas schiefgehen.

Kleio hatte ohnehin schon mehr Zeit als gewollt gebraucht, um sich wieder in Position zu bringen. Sie wusste, dass Saladin den Druzen in der geheimen Forschungseinrichtung von Bureau Lakshmi ohne ihre Hilfe begegnet war, aber die Zeit war einfach zu knapp gewesen. Sie widmete Ilya einen kurzen Gedanken und fühlte sich überraschend erleichtert, dass er bei diesem Gefecht nicht verletzt worden war.

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Fiction – Infinity N5 „Mangelnde Aufklärung“

Gehe zu Teil 2 „Anwerbung“

Ilya wachte auf einem Feldbett auf und wusste nicht, wo er war. Ein Moment der Panik stieg in ihm auf, als er sich an den herannahenden, riesigen TAG und den Schmerz in seiner Schulter erinnerte, kurz bevor die Lichter ausgegangen waren. Er konnte seinen rechten Arm nicht bewegen, tastete mit dem anderen hinüber und spürte das feine Geflecht eines Medisilk-Verbandes.

„Vorsichtig, dein Gewebe regeneriert sich noch.“

Ilya drehte den Kopf in Richtung der Stimme und sah Kleio auf einem Klappstuhl sitzen, die Kampfstiefel auf einer medizinischen Versorgungskiste hochgelegt. Hinter ihr spannte sich eine Planenwand auf, die auf eine niedrige Decke aus demselben Material traf. Er versuchte, ihr Gesicht zu fokussieren, aber seine Augen machten nicht mit – wahrscheinlich wegen des Cocktails aus Heilungsdrogen, der in seinem Körper arbeitete.

„Wo bin ich? Was ist passiert?“

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Fiktion – Infinity N5 „Anwerbung“

Zu Teil 1 „Die Liebe eines Sāchā“

Ilya fühlte sich verloren. Er saß auf einer der vielen Boomboxen, die auf dem Gelände verstreut waren, aber die Musik war aus, die Lichter erloschen und die Morgendämmerung kroch am Himmel empor. Die meisten Raver waren geflohen und durch Sanitäter und Techniker ersetzt worden, die sich um die Verwundeten und Verletzten kümmerten. Einer der Techniker hatte die Mine entschärft, die die letzten paar Stunden bedrohlich nah bei Ilya gelegen hatte. Dafür war er dankbar, aber es bedeutete auch, dass Kleio jetzt weg war. Sie war in der Menge aus Soldaten und Profis untergetaucht, ohne sich auch nur zu verabschieden, und hatte Ilya allein zurückgelassen – unsicher, was er tun und wohin er gehen sollte.

Ein hochgewachsener Mann kam auf ihn zu. Er trug einen Kampfanzug, einen sauber getrimmten schwarzen Bart und langes Haar, das am Hinterkopf zu einem Knoten zusammengebunden war. Er zeigte keine Rangabzeichen, strahlte aber eine unmissverständliche Aura von Autorität aus.

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Fiction – Infinity N5 „Die Liebe eines Sāchā“

Shinju ist der jüngste Planet, der von der Menschheit entdeckt und besiedelt wurde – doch die Menschen sind nicht die Ersten, die hier leben. Die Welt ist übersät mit längst verlassenen, außerirdischen Ruinen, die von einer hochentwickelten Zivilisation zeugen. Unter den Siedlern hat sich eine Subkultur von Schatzsuchern gebildet, die sich in diese Ruinen wagen, um nach Xenotech dieser Zivilisation zu suchen. Sie selbst nennen sich Sāchā.

Ruby Monday ist eine dieser Sāchā, vielleicht sogar die berühmteste von allen. Vor Kurzem ist sie spurlos verschwunden, doch es sind mysteriöse Nachrichten von ihr aufgetaucht. Diese hinterlassen eine regelrechte Spur aus Brotkrumen, die zu einem extrem wertvollen Versteck voller Xenotechnologie führt. Nun jagen verschiedene Fraktionen diesem Schatz hinterher – entweder, um zu verhindern, dass die Artefakte schweren Schaden anrichten, oder um sie für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen.


Ilya konnte sein Glück kaum fassen. Erstens war er über seinen allerersten echten Xenotech-Cache gestolpert, und obwohl keines der… Dinger funktionstüchtig war, war er sich sicher, dass sie für ein hübsches Sümmchen weggehen und ihn vor allem zu einem echten Sāchā machen würden.

Zweitens – und vielleicht war das eine direkte Folge des Erstens – hatte er eine Einladung von niemand Geringerem als der berühmten Ruby Monday zu einem Kazureibu-Rave draußen in der Wüste erhalten. Klar würden jede Menge Leute über die üblichen Maya-Kanäle davon erfahren, aber eine persönliche Einladung zu bekommen, war etwas Besonderes, etwas echt Besonderes!

Drittens – und das beanspruchte Ilyas Aufmerksamkeit im Moment voll und ganz – schien dieses süße Mädchen total auf ihn zu stehen. Sie hatte ihm zwischen den Tänzern unter dem langsam dunkler werdenden Himmel von Shinju zugelächelt, und als er ihr ein paar seiner persönlichen Tracks geschickt hatte, um sie über die Baseline zu legen, hatte sie sich darauf eingeklinkt, ein paar Impro-Variationen beigesteuert und sie direkt zurückgeschickt.

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