Gespielt: Infinity N5 „The Megabeast sleeps tonight“

Der vierte und letzte Teil der „The Monday Signal“-Kampagne ist „The Megabeast Sleeps Tonight“ vom Infinity-Podcast „WIP 12“. Es geht nun ums Ganze, sprich um den Schatz an Xenotech-Artefakten, den Ruby Monday angesammelt hat und der von einem Megabeast bewacht wird – von Ruby liebevoll „Bubbles“ getauft.

Wir, das heißt meine Haqqislam-Truppe und Ulis Druze, müssen Xenotech aus dem Lager des schlafenden Bubbles bergen, möglichst ohne ihn aufzuwecken. Wenn er doch wach wird, können wir ihn mithilfe einer speziellen Waffe, die wir aus einer speziellen Box (Supply Cache) holen können, wieder ins Reich der Träume schicken. Ohne das wird es sehr gefährlich, im Zentrum des Schlachtfelds zu agieren. Theoretisch könnte man das Megabeast auch töten, aber Bubbles ist so zäh, dass sich das kaum lohnen wird.

Mit der Story um Kleio und Ilya geht es hier weiter.

Mission und Spielfeld

Bubbles schläft im Zentrum des Spielfeldes mit einer 8″-Kontrollzone um ihn herum. Er bewacht drei Xenotech-Artefakte, die ihm Spezialisten mit einem WIP-Wurf klauen können. Danach ist allerdings ein PH-Wurf notwendig, und wenn der nicht klappt, wacht Bubbles auf. Einmal aufgewacht, reagiert er auf jede Einheit, die in seiner Kontrollzone eine Aktion ausführt, mit einem (heftigen) Nahkammfangriff – es sei denn, die Einheit benutzt Stealth oder macht einen Cautious Move.

Jeder von uns platziert außerdem einen Supply Cache und eine Extraction Zone außerhalb seiner Deployment Zone. Aus dem Cache kann man eine „Night Night Gun“ holen, mit der man Bubbles wieder einschläfern kann, oder auch die normale „Panoply“-Ausrüstung. In der Extraction Zone kann man erbeutete Xenotech-Artefakte ablegen, wo sie für den Gegner schwer rauszuholen sind.

An Punkten gibt es:

  • 1 Punkt für jedes Xenotech-Artefakt, das man selbst stiehlt (bis zu drei, da es nur drei gibt).
  • 1 Punkt für jedes Artefakt, das man am Ende des Spiels kontrolliert.
  • 2 Punkte, wenn man mehr kontrolliert als der Gegner (1 Punkt bei Gleichstand).
  • 1 Punkt, wenn man mindestens ein Artefakt in seiner Extraction Zone hat.
  • 1 letzten Punkt, wenn man mehr Gegenstände aus seinem Supply Cache geholt hat als der Gegner.

Die Aufstellungszonen sind interessant, denn sie sind zwar nur 8″ tief, erstrecken sich an den Flanken aber 16″ Richtung Mitte. Dadurch kann man Warbands und Ähnliches ziemlich weit in Richtung des Gegners platzieren. Die Kontrollzone des Megabeasts gilt aber gleichzeitig als Exclusion Zone, in der man nicht aufstellen kann.

Wir spielen mit einer Hausregel für diese Mission, nachdem ich den Spielbericht von Robert Shepherd gesehen habe: Modelle, die zu Beginn ihres Zuges in der Kontrollzone des Megabeasts sind, können nicht Teil eines koordinierten Befehls (Coordinated Order) sein.


Die Armeen – Druze Bayram Security

Wir spielen wieder mit 300 Punkten und Uli tritt dieses Mal mit gleich drei Yuan Yuan an. Der Wetterbericht für heute: Erst sonnig, dann Schauer von Yuan Yuan. Scarface und Cordelia sind wieder dabei, und zum ersten Mal ein „echter“ Druze mit HMG.

Neu ist auch Valerya Gromoz als Hackerin und zusätzliche Spezialistin neben Fiddler. Der Brawler mit Sniper darf nicht fehlen, sowie ein weiterer Brawler (der ganz verdächtig nach einem Lieutenant aussieht). Zwei Digger und ein Warcor vervollständigen die Liste.

Die Armeeliste in der Infinity Army App:
300 Punkte Druze Bayram Security

Die Armeen – Haqqislam

Ich habe kürzlich zwei neue Modelle für Haqqislam bemalt: die beiden verfügbaren „Korsan of the Gate“, und ich will sie unbedingt mal ausprobieren. Wegen der sehr ausgedehnten Deployment Zone bietet sich das in dieser Mission sehr an, denn sie haben die Fertigkeit Parachutist (Deployment Zone). Also wird die weibliche Variante eines meiner zentralen Modelle.

Saladin bleibt weiterhin mein Kommandeur und natürlich dürfen Fiday Kleio und Sāchā Ilya nicht fehlen, denn schließlich muss ihre Geschichte zum Abschluss gebracht werden. Ich habe mich umgeschaut, welche Spezialisten bei Haqqislam am besten geeignet sind, Bubbles die Artefakte zu entwenden – und passenderweise sind es die Hunzakut, berühmte Jäger. Dank Infiltration dürfen sie möglichst nahe ran, sie haben Camouflage und Stealth, und mit PH 12 den besten Wert, um Bubbles nicht aufzuwecken. Also kommen zwei Hunzakut Forward Observer mit.

Außerdem will ich einen möglichst guten Schützen, um die Bestie notfalls wieder einzuschläfern. Das Einzige, was gegen den hervorragenden Dodge von Bubbles hilft, ist BS(-3) und Special Dice. Daher muss ein Janissary her, der mit zwei Odalisken verlinkt wird, um den +1 Burst (SD) des Fireteams zu bekommen. Ich nehme dann auch gleich die Version mit HMG, um andere harte Ziele angehen zu können (für Bubbles muss er die Night Night Gun benutzen).

Dann kommen die üblichen Verdächtigen in den Topf: Knauf, Zuleyka, ein Muttawi’ah und zwei Daylami mit Panzerfaust. Warum kein zweiter Muttawi’ah? Nun, ich habe noch relativ viele Punkte übrig, aber doch nicht genug für ein starkes offensives Profil. Als Kompromiss nehme ich eine Shihab-Drohne mit HMG und Total Reaction mit, um meine Extraction Zone zu verteidigen, obwohl ich eigentlich kein so großer Freund dieser Einheiten bin.


Initiative und Deployment

Saladin bleibt seinem Ruf treu und gewinnt für mich auch im vierten Spiel die Initiative. Ich könnte wieder den ersten Zug nehmen und versuchen, in Runde eins alle Artefakte zu holen (was mir einen 3-Punkte-Vorsprung geben würde). Aber das ist beim letzten Mal fast schiefgegangen und meine Verteidigung ist hier eher noch schlechter. Dazu kommt, dass die eine Seite ein paar sehr gute Sniper-Positionen hat, die der anderen eher fehlen. Also entscheide ich mich für Deployment und Uli nimmt den ersten Zug. Ich vertraue darauf, dass er wegen der fehlenden Befehle der Yuan Yuan in Runde 1 nicht so gut Artefakte bergen kann.

Tatsächlich besteht die Truppe, die er aufstellt, nur aus 11 Einheiten. Wie sich später herausstellt, bleiben drei Yuan Yuan und Saito Togan noch abseits des Tisches. Seine beiden Digger nutzen die vorgeschobene Deployment Zone auf den Flanken, während seine Spezialisten (Valerya Gromoz, Fiddler und Cordelia) sich in Richtung des Zentrums orientieren. Da die Basis des Megabeasts als unendlich hohe Eclipse-Zone gilt, sind die Sichtlinien durch die Mitte sehr begrenzt.

Ich verschanze mich zum großen Teil auf meiner rechten Flanke, wo ich auch meine Extraction Zone und meinen Supply Cache platziert habe. Zuleyka kommt alleine auf die linke Seite. Die Hunzakut und Ilya rücken nach vorne, um näher an Bubbles zu sein. Ich stelle jedoch fest, dass dessen Kontrollzone wegen der großen Basis des Monsters verdammt ausladend ist und mir nicht viel Platz lässt.

Nachdem Uli mich aus dem Raum geschickt hat, um seine zurückgehaltene Einheit in Hidden Deployment zu platzieren (Saito Togan), stelle ich noch Knauf in der Mitte auf, von wo er Sichtlinien schräg nach rechts und links vorne hat, und suche nach einer guten Position für meine Fiday. Das gestaltet sich schwierig, und ich setze sie schließlich recht mittig vor die Aufstellungszone der Druze. Die Idee ist, dass sich Uli erst um sie kümmern muss, wenn er in meiner ersten Runde keine Probleme bekommen will. Und das kann sich bei einem Fiday schon mal als schwierig erweisen.

Während sich Uli einen Speedball reserviert, reduziere ich ihm die Befehle in seiner großen Kampfgruppe um zwei – und zu meiner Überraschung gibt es keine Einheit mit Counterintelligence, die das verhindert. Es ist also kein Tao Wu dabei … interessant.


Runde 1 – Druze

In seiner Impetuous Phase bewegt sich nur einer der Digger vorwärts. Der andere würde in die Sichtlinie des Daylami laufen, worauf er keine so große Lust hat. Dann kümmert sich Uli um die Fiday.

Mit Fiddler hat er das perfekte Tool dafür, denn ihre beiden Jackbots können die Arbeit übernehmen, ohne dass Fiddler selbst ihr Leben riskieren muss. Die beiden rollen vor die Fiday und schaffen auch einen der schwierigen Discover-Würfe, da sie es beide versuchen können.

Damit ist Kleio nur noch im Impersonation-2 Status und muss sich bei der nächsten Aktivierung der Jackbots entscheiden, was sie tut. Ein Dodge ist nicht aussichtsreich, also versucht sie ein Shotgun-Duell mit einem der beiden Bots. Das gewinnt sie auch und zerstört ihn, aber der andere hat einen freien Angriff, und die beiden Treffer mit der Vulkan Shotgun kosten Kleio das Leben. Oh nein, das wird Ilya gar nicht gefallen!

Als Nächstes macht sich Scarface an die Arbeit, um ein paar ARO-Einheiten auszuschalten. Zuerst fällt ihm der Daylami zum Opfer und dann legt er sich mit der Shihab an. Und es geht mir wie immer mit diesen Total Reaction-Drohnen: Der Face-to-Face-Wurf ist recht ausgeglichen, aber ein Treffer geht durch und sie geht sofort kaputt. Sie ist einfach zu zerbrechlich.

Die Befehle werden nun langsam knapp, aber Uli entscheidet sich, noch einen Yuan Yuan landen zu lassen. Zuleyka ist ein verlockendes Ziel, und sie hat schon so viel Schaden in anderen Gefechten angerichtet. Also springt ein Yuan ab und landet erfolgreich in ihrem Rücken. Er geht sie im Nahkampf an, die beiden kreuzen die Klingen … und haben das gleiche Würfelergebnis – ein Unentschieden. Damit ist Ulis erste Runde vorbei.

Ich habe drei Einheiten verloren (Fiday, Daylami und Shihab) und Zuleyka ist im Nahkampf gebunden, aber meine Hauptkampfgruppe ist intakt. Es hätte schlimmer kommen können.

Runde 1 – Haqqislam

Ich schaue mir die Courtesy-Liste meines Gegners an und stelle fest, dass ich den Lieutenant identifizieren kann: Es muss der Brawler mit der Rifle sein. Da ich außerdem weiß, dass kein Tao Wu dabei ist, kann kein Chain of Command in der Liste sein. Und es gibt eine Stelle, wo ich meine Korsan ungesehen in seiner Nähe aufs Brett bringen kann.

Daraus formuliert sich ein Plan: Ich werde versuchen, Ulis Lieutenant auszuschalten und dann möglichst viele Artefakte an mich zu bringen. Im Loss of Lieutenant wird Uli nicht gut gegen mich vorgehen können, und ich kann dann meinen zweiten Zug verwenden, um die Artefakte in Sicherheit zu bringen und meine Verteidigung zu optimieren.

Aber zuerst die ungestümen Einheiten: Der Muttawi’ah bewegt sich nach vorne, und Zuleyka versucht, sich des Yuan Yuan zu entledigen. Sollte einfach sein, oder – auch wenn die beiden den gleichen CC-Wert haben (22)? Mit ihren Breaker Pistols wirft sie vier Würfel im Nahkampf gegen den einen des Yuan Yuan. Der würfelt aber prompt einen kritischen Treffer und Zuleyka nicht. Sie ist tot und der Yuan Yuan noch da. Toll.

Aber zurück zum Plan: Die Korsan steht bereit. Die einzige Einheit, die etwas im Weg steht, bevor ich mich voll auf den Lieutenant konzentrieren kann, ist Cordelia. Sollte einfach sein, sie ist nur ein Ingenieur (Engineer), oder? Oder? An diesem Punkt merke ich, dass sie eine Boarding Pistol hat, d. h. eine Waffe mit Schablone (Template). Ich kann sie also nicht verlässlich angreifen, ohne dass meine Korsan einen Treffer kassiert und ihre einzige Wunde verliert.

Also greifen wir den Lieutenant direkt an und versuchen, den Treffer wegzustecken. Die Korsan kommt um die Ecke und landet mit ihrer Boarding Shotgun einen Treffer auf den Brawler. Der schafft seinen Rüstungswurf (ARM) und Cordelias Boarding Pistol schaltet die Korsan aus. Prima. Kein Plan überlebt den ersten Kontakt mit dem Gegner.

Also muss ich anderweitig sehen, wie ich den nächsten Zug der Druze überlebe. Aber zuerst muss ich mich um die Mission kümmern. Knauf macht seinen Überraschungsangriff (Surprise Attack), um den Brawler-Scharfschützen auszuschalten, und macht damit den Weg zu Bubbles frei. Die beiden Hunzakut und Ilya benutzen einen koordinierten Befehl, um näher an das Megabeast heranzukommen.

Dann schnappt sich der erste Hunzakut ein Xenotech-Artefakt. Aber Bubbles wacht auf und markiert den Dieb – sobald dieser nun wieder aktiviert wird, wird er angegriffen (und wahrscheinlich sterben). Aber die Hunzakut haben Stealth, d. h. die andere kann sich an den wachen Bubbles heranschleichen und ein weiteres Artefakt stibitzen. Sie schafft auch ihren PH-Wurf, sodass Bubbles sie nicht bemerkt und markiert, und zieht sich etwas zurück.

Knauf schaltet noch den Yuan Yuan in meiner Deployment Zone aus, der sonst große Schwierigkeiten verursachen könnte, und damit sind meine Befehle auch aufgebraucht.

Ich habe zwei Artefakte geholt und damit einen Grundstock von zwei Punkten gelegt. Aber die Hunzakut sind nicht in einer guten Position und die Druze stehen bereit, zurückzuschlagen. Ich bereite mich mental auf eine harte Runde vor.


Runde 2 – Druze

Zuerst regnet es mehr Yuan Yuan. Meine linke Hälfte der Aufstellungszone ist unbesetzt und bietet reichlich Deckung für Einheiten, die Knauf angehen wollen. Glücklicherweise verpatzt der erste Yuan Yuan seinen Wurf zum Landen (der erste in der ganzen Kampagne!), aber der zweite schafft ihn. Er nimmt Knauf aufs Korn und schaltet ihn mit seiner Chain Rifle aus, wird aber im Gegenzug ebenfalls erledigt. Eindeutig ein guter Tausch für die Druze.

Das macht den Weg frei für eine noch wichtigere Attacke. Der Digger auf meiner linken Seite hat nun freie Bahn vorzustürmen und bekommt beide Hunzakut und Ilya unter die Schablone seiner Chain Rifle. Eine Hunzakut schafft ihren Dodge, aber den anderen und meinen armen Ilya erwischt es. Der Hunzakut stirbt und Ilya geht Unconscious. Aber der Angriff provoziert auch eine Reaktion von Bubbles, und der verspeist genüsslich den Digger.

Die verbliebene Hunzakut kann sich nicht lange über ihr Glück freuen, denn der mit HMG bewaffnete Druze rückt vor und nimmt sie aufs Korn. Sie wird ausgeschaltet und damit sind beide Artefakte herrenlos.

Fiddler ruft einen Speedball und holt damit den Brawler Sniper wieder ins Leben. Uli hat jedoch das Problem, dass seine Spezialisten in der falschen Kampfgruppe sind und zu Beginn des Zuges noch kein Platz war, sie in die große Gruppe zu holen. Dadurch hat er nicht die nötigen Befehle, um das dritte Artefakt zu bergen. Er kann nur mit Valerya eine Night Night Gun aus seinem Supply Cache holen und Bubbles wieder schlafen schicken. Das erlaubt ihm noch, Scarface ins Zentrum zu bewegen und ihn mit dem letzten Befehl in Suppressive Fire zu versetzen.

Runde 2 – Haqqislam

Bei mir werden jetzt die Befehle knapp, denn ich habe nur noch einen Muttawi’ah, Saladin, die beiden Odalisken und den Janissary.

Mit seinem Impetuous-Befehl versucht der Muttawi’ah, Scarface zu jammen. Das gelingt zwar nicht, aber immerhin muss der TAG das Suppressive Fire aufgeben, um seinen Reset zu machen. Mein Haris Fireteam tritt nun endlich in Aktion und die Odaliske mit Viral Marksman Rifle tötet den verbliebenen Digger. Die andere legt sich mit dem Druze mit HMG an, kann diesen aber nur dazu zwingen, aus der Sichtlinie zu springen.

Der Janissary hat noch zwei Befehle zur Verfügung, die er in einen Angriff auf Scarface investiert, aber der kommt mit nur einer Wunde davon. Immerhin wacht Bubbles wieder auf, was den Druze die letzte Runde hoffentlich etwas schwieriger macht.

Runde 3 – Druze

Nur noch eine ungestüme Einheit ist bei den Druze übrig: die Yuan Yuan, die ihren Sprung nicht geschafft hatte. Sie bringt eine Adhesive Launcher-Rifle mit, die sie direkt an meiner Odaliske ausprobiert – erfolgreich.

Aber nun muss sich Uli um die Mission kümmern, denn noch liege ich 2:1 in Führung. Valerya benutzt wieder die Night Night Gun, um das Megabeast einzuschläfern, braucht dafür aber zwei Befehle. Schon letzte Runde ist ein Camouflage-Marker im Mittelfeld aufgetaucht und hatte sich nahe an Bubbles herangeschlichen. Der enttarnt sich nun als Saito Togan, der auch erfolgreich das letzte Artefakt aus Bubbles‘ Bau holt. Allerdings zieht er dabei die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich (PH-Wurf nicht geschafft). Aber egal, er sprintet aus der Kontrollzone heraus – Bubbles springt ihm in den Nacken und tötet ihn.

Das Artefakt bleibt außerhalb der Zone liegen, sodass Fiddler es aufsammeln und in die Extraction Zone bringen kann. Damit sind die Druze bei 6 Siegpunkten: 1 Artefakt rausgeholt, 1 kontrolliert, 1 in der Extraction Zone, 2 Punkte für mehr kontrollierte Artefakte und 1 für die mehrfache Nutzung des Supply Cache.

Runde 3 – Haqqislam

Tatsächlich habe ich kein Modell verloren, nur die eine Odaliske ist gelähmt (Immobilized). Also habe ich noch 6 Befehle (inklusive von Saladins Strategic Use / Lieutenant-Befehl), um das Spiel herumzureißen. Ulis Extraction Zone ist zu weit weg, um da was zu machen, aber es liegen ja noch zwei herrenlose Artefakte auf meiner Seite.

Zuerst versucht der ungestüme Muttawi’ah noch eine Rauchgranate (Smoke Grenade) zu werfen, um Scarface die Sicht zu nehmen, aber das schlägt fehl. Dann pflückt sich die noch bewegliche Odaliske eine Night Night Gun aus meinem Supply Cache und schafft es im ersten Versuch, Bubbles wieder einschlafen zu lassen. Dann muss sie nur nach vorne laufen und sich eines der Artefakte schnappen. Scarface bekommt zwar eine ARO auf sie, aber außer bei einem Critical kann er ihr nur eine Wunde zufügen – und sie hat NWI (No Wound Incapacitation), hält also eine aus. Tatsächlich schafft sie sogar den Rüstungswurf gegen den Treffer, den sie kassiert.

Das gleicht unseren Punktestand auf 4:4 aus, und damit bin ich aufgrund des Spielverlaufs schon voll zufrieden. Aber ich habe noch drei Befehle und sehe, dass mein Janissary es noch bis zum Supply Cache schaffen kann. Das würde mir einen Extrapunkt geben, wenn ich noch ein weiteres Teil raushole. Also los! Der Janissary kommt mit dem letzten Befehl an, muss eine 14 für seinen WIP-Wurf schaffen (ein Hoch auf Haqqislams großartige Willenskraft) und schafft es.

Damit endet das Spiel 5:4 für Haqqislam. Technisch gesehen ein knapper Sieg, aber gefühlt und narrativ eindeutig ein Unentschieden – schließlich haben beide Seiten am Ende genau ein Artefakt in ihren Besitz bringen können. Und was ist mit dem dritten passiert? Hm, mal schauen…


Fazit

Mission 4 streitet sich für uns mit Mission 1 um den Platz als das beste Szenario der Kampagne. Das Megabeast in der Mitte ist einfach sehr stimmungsvoll und der Kampf um die Xenotech-Artefakte war sehr spannend. Die kleine Hausregel mit der Beschränkung der koordinierten Befehle war einfach notwendig, um es Haqqislam nicht zu einfach zu machen, einen Haufen Xenotech auf einmal herauszuholen.

Insgesamt war die Kampagne für mich absolut großartig, wie man auch an diesem Spielbericht sieht. Sie hat mir die Gelegenheit geboten, in vier Wochen vier Partien Infinity zu spielen, und mich inspiriert, reichlich Stories und Spielberichte zu schreiben. Ganz fertig bin ich noch nicht: Es fehlt noch ein passender Abschluss zur Geschichte um Kleio und Ilya – eine Idee habe ich schon.

Danke an Corvus Belli für die Organisation der Kampagne, an die YouTuber und Podcaster für die Missionen, aber vor allen Dingen an Uli, dass er mir die Stange gehalten hat und mir mit seinen verbrecherischen Druze ein großartiger Mitspieler und Gegner war. Jetzt darf er auch wieder eine modernere Fraktion spielen!

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