Gespielt – Infinity N4 (Rescue)

Es geht weiter mit den Spielberichten zu meiner Reihe von Infinity-Schlachten gegen Christophs Svalarheima Winterforce. Unser Plan ist, eine kleine Kampagne aus drei Gefechten aus Spielen, die lose zusammen hängen und in denen die Truppen immer von denselben Lieutenants angeführt werden. Der Hintergrund ist, dass eine geheimes Kooperationsprojekt zwischen Haqqislam und PanOceania schief läuft und sich daran ein Zwist zwischen den beiden Parteien entfacht.

Die hochgeheime Zentrale des Kooperationsprojekts
Haqqislam

„Koordination gemeinsamer Forschungsprojekte im Bereich hypersensitiver neuraler Reaktionen auf Silk-unterstützte Maya-Mensch-Interfaces“ – ein wunderbar nichtssagender Titel für ein hochgeheimes Kooperationsprojekt, wie ihn sich nur irgendein gesichtsloser Bürokrat ausdenken konnte. Auf dem Papier klang es toll: PanOceanisches Know-How im Bereich Nanotechnologie und Maya kombiniert mit Haqqislamischer Expertise im Bereich Silk und Mensch-Daten Interfaces sollte Durchbrüche erzielen, die den ewigen Konkurrenten Yu Jing einige unangenehme Stolpersteine vor die Füße legen sollte. Wenn die Planer Saladin gefragt hätten, hätte er ihnen gesagt, dass die Kombination aus Arroganz PanOs und die Gier der haqqislamischen Silk Lords schon dafür sorgen würde, dass das Projekt in einer Katastrophe endet. Aber ihn hatte niemand gefragt. Deshalb war er jetzt hier, denn er wurde erste geholt, wenn es darum ging mit einer Katastrophe fertig zu werden, die bereits eingetreten war. Wie diese.

Saladin studierte das Layout der Anlage zum dritten Mal. Das sollte reichen, sie sich jederzeit wieder vor sein inneres Auge zu holen. Natürlich konnte er holographischen Plan, Überwachungsbilder und Satellitenbilder jederzeit und überall abrufen, aber er verließ sich nicht gerne allein auf die quantronischen Daten. Es war besser die auch Dinge altmodisch „im Kopf“ zu haben.

Das Gelände war unübersichtlich, die Berichte unklar und verwirrt. Was eine Notfallkonferenz zur Klärung der Lage hätte sein sollen, war nun möglicherweise eine Geiselsituation. Ein Missverständnis und eine Überreaktion der Gegenseite? Ein Versuch eines korrupten Teilnehmers seine Schuld am Fehlschlag des Projekts zu vertuschen? Vielleicht eine Intervention einer dritten Partei? Hatte Yu Jing Wind vom Ziel des Projekts bekommen? So unklar die Gesamtlage war, so klar war das unmittelbare Missionsziel: Schutz und Evakuierung der haqqislamischen Delegation. Vier Zielpersonen. Es war keine Zeit zu verlieren.


Svarlaheima’s Winter Force

„Das gefällt mir ganz und gar nicht… die tagen schon viel zu lange.“ Uma Sørensen war sichtlich angespannt als sie das Binocular erneut anhob, um die Ausgänge des Konferenzgebäudes zu betrachten. Vom Dach der Generatorhalle hatte sie einen hervorragenden Blick auf das Gelände. Doch es rührte sich nichts. Sie ließ den Blick zum vorgeschobenen Beobachter schweifen. Seit 5 Stunden harrte dieser bereits regungslos zwischen ein paar Kisten nahe eines Seiteneingangs des Konferenzgebäudes aus. Doch auch hier rührte sich nichts. Es war einfach nur ruhig… zu ruhig.

Uma wartete auf irgendwas; auf ein Zeichen der Beobachter, auf einen Funkspruch oder dass sich einfach nur die Türen öffneten und die panoceanische Delegation, befreit von den Anspannungen einer Notfallkonferenz, hinaustrat. Uma seufzte. „Bei unserem Glück wird das wohl noch bis zum nächsten Tag dauern.“

Doch plötzlich blitzte etwas auf. Uma konnte nicht sagen was es war oder woher es kam, doch der Knall kam nahezu gleichzeitig mit dem Funkspruch: „Code violet, ich wiederhole: Code violet!“ Uma warf das Binocular zur Seite und beantwortete das Com: „Flash! Ihr wisst was zu tun ist. Los geht’s!“

Mein Geheimziel für die Mission

Mission und Spielfeld

In der Mission „Rescue“, die wir uns für den ersten Teil der Mini-Kampagne ausgesucht haben, stellt jeder 4 Zivilisten in der Spielfeldhälfte des Gegners auf. Diese müssen gerettet werden, indem man sie auf die eigene Seite des Spielfelds oder vorzugsweise bis in die eigene Aufstellungsseite bringen. Dazu kommt, dass das Zentrum des Spielfelds eine „Exclusion Zone“ ist, in der man auch mit Fertigkeiten wie Infiltration und Combat Jump nicht aufstellen darf. Außerdem gibt es ein Geheimziel für jeden.

Als Geheimziel ziehe ich „Vermessung“, für das ich ein Gebäude in der Aufstellungszone von Svalarheima mit einem Hacker oder Forward Observer erreichen und „vermessen“ muss.

Das Spielfeld mit den platzierten Zivilisten

Für das Spielfeld haben wir dieses Mal nicht meinen Wüstenkrater genommen, sondern eine neue SciFi-Matte von Deepcut Studios, und diese dann gemeinsam mit Gebäuden bestückt. Das Spielfeld ist dabei etwas offener geworden, was eher PanOceania mit seinen besseren Schützen bevorzugt.

Die Armeen – Svalarheima’s Winter Force

Svalarheima’s Winter Force

Ich stehe zum ersten Mal einer Liste mit TAG gegenüber – und nicht nur irgendeinem TAG, sondern dem schwerstgepanzerten im ganzen Spiel: Ein Jotum. Schluck. Dazu ein Core Fireteam, das von Christophs Lieutenant Uma Sørensen angeführt wird und drei Füsiliere und den Infirmarer enthält. Dazu kommen der obligatorische Nisse Sniper und ein Machinist als Ingenieur zum Reparieren des TAGs und der Drohnen. Davon gibt es dann auch direkt drei: Total Reaction HMG, Lenkraketen und zum ersten Mal die günstige Fugazi, die „nur“ einen Flash Pulse hat. Der Nøkk, der schon zweimal die MVU bei Christoph war, rundet das ganze ab.

Die Armeen – Haqqislam

Die Haqqislam Rescue Force

Für diese Mission habe ich mich entschieden keinen TAG aufzustellen, sondern auf versteckte Einheiten und – trotz der Exclusion Zone der Mission – auf vorgeschobene Aufstellung zu setzen. Zum ersten Mal probiere ich mit der Ragik Hackerin einen Luftlander aus, und gleich zwei Tuaregs können verborgen aufgestellt werden. Ich hoffe auf die gute Willpower meine Truppen, um sie auch in der Spielhälfte des Gegners aufstellen zu können, denn wegen der Exclusion Zone in meiner Hälfte wäre die Aufstellung dort eher ungünstig. [Anmerkung: Ein dicker Fehler meinerseits, die Würfe für die Infiltration gehen auf Physique (PH-3) und nicht auf Willpower. Sorry, Christoph!]

Die Hassassin Ragik Hackerin

Mit gleich drei Hackern (Ragik, Tuareg und Leila Sharif) setze ich auch stark auf den quantronischen Kampf (sprich das Hacking) und hoffe so etwas gegen die schwere Infanterie und den TAG von Christoph ausrichten zu können. Allerdings hat er seinerseits gar keinen Hacker aufgestellt, so dass das Killer Hacking Device von Leila nicht so nützlich ist. Um mein Hacking noch effektiver zu machen, ist ein Barid Forward Observer dabei, der mit seinem „Pitcher“ Repeater verschießen kann.

Das Kommando übernimmt für unsere kleine Kampagne Saladin, der mit der Farzan diesmal jemanden dabei hat, der im Notfall als Lieutenant übernehmen kann. Neben den beiden Drohnen sind wieder drei Daylamis mit Panzerfaust dabei und diesmal auch ein billiger Ghazi Muttawi’ah, der mit seinem Jammer vielleicht auch noch ein bisschen stören kann.

Haqqislams Aufstellungszone

Lieutenant Wurf und Aufstellung

Dieses Mal enttäuscht mich Saladin nicht, denn er gewinnt den Lieutenant-Wurf gegen Uma Sørensen souverän. Da ich denke, das in dieser Mission der erste Zug sehr nützlich sein könnte, um meine Hacker in Stellung zu bringen, entscheide ich mich für die Initiative. Christoph wählt daher die Seite und lässt mich natürlich zuerst aufstellen. Durch meine vielen getarnten und versteckt aufstellenden Einheiten, sowie die Luftlanderin bekommt Christoph aber vorerst nur sechs Einheiten und ein paar Camo-Marker zu sehen.

Meine beiden Tuaregs stelle ich versteckt auf. D.h. ohne dass Christoph hinschaut platziere ich sie da wo sie stehen sollen, mache ein Foto und entferne sie dann vorerst wieder. Die Ragik wird dagegen gar nicht erst auf dem Spielfeld aufgestellt. Für meine beiden Tuareg und die Hunzakut muss ich WIP-Würfe bestehen, da sie mit Infiltration in der gegnerischen Hälfte aufgestellt sind. Zu meiner Freude schaffe ich sie alle drei! Ein Hoch auf die Willenskraft meiner haqqislamischen Truppen! [Anmerkung: Ein dicker Fehler meinerseits, die Würfe für die Infiltration gehen auf Physique (PH-3) und nicht auf Willpower. Sorry, Christoph!]

Hier knubbelt es sich bei Svalarheima.

Im Gegenzug verschanzt sich Svalarheima hauptsächlich in einem Gebäudekomplex auf der (meiner) rechten Seite, inklusive Core Fireteam und Jotum TAG. Der Nisse Sniper und die Total Reaction HMG sind auf dem Dach platziert und bilden zusammen eine ziemlich gute Verteidigungslinie, was das Schießen angeht. Wie Christoph es so schön bezeichnet: seine „Ballerburg“.

Auf der rechten Seite steht nur seine Fugazi Drohne und der Nøkken, was meine Aufmerksamkeit natürlich direkt auf diese Flanke richtet.

Mit einem Kommandomarker nimmt mir Christoph wie erwartet zwei meiner Befehle in Kampfgruppe 1, und dann kann es auch schon losgehen.

Die Aufstellung ist abgeschlossen.

Runde 1 – Haqqislam

Ich schaue mir die Befehle an, die ich für diese Runde bekommen habe, und bermerke recht schnell den Nachteil, den Einheiten mit versteckter Aufstellung oder Luftlander mit sich bringen: Ihre Befehle stehen erstmal nicht der ganzen Liste zur Verfügung. Ich kann ihre Befehle zwar benutzen, aber nur, um sie selbst auf das Spielfeld zu bringen. Für meine erste Runde stehen mir daher für meine erste Gruppe (abzüglich der zwei, die Christoph mir weggenommen hat) nur vier reguläre Befehle zur Verfügung, sowie der irreguläre der Hunzakut und Saladins Lieutenant-Befehl. Nicht gerade viel.

Die Ragik ist gelandet!

Also entscheide ich mich dazu, meine Luftlanderin so schnell wie möglich ins Spiel zu bringen, weil das effektiv ein Befehl mehr ist. Auf der linken Seite bietet sich auch eine Möglichkeit an, zwischen Exclusion Zone und Christophs Aufstellungszone als Fallschirmsrpinger (Parachutist) von der Seite auf das Schlachtfeld zu laufen. Ich könnte zwar auch per Combat Jump direkt in seiner Zone landen, aber dafür müsste ich einen PH-Wurf bestehen und wenn der nicht klappt, landet die Ragik irgendwo auf meiner Seite am Rande des Tischs. Das ist mir zu riskant.

Die Luftlanderin geht hinter einem Gebäude in Deckung. Um den Bereich zu sichern, braucht sie eigentlich nur eins zu tun: Den Fugazi Dronbot auf dem Dach in der Nähe ausschalten. Kein Problem denke ich, wofür ist sie eine Hackerin? Vier – in Worten „vier!“- Befehle, einen erfolgreichen Reset und gefühlte siebzehn geschaffte Schadenswürfe später steht der Fugazi immer noch fröhlich auf dem Dach herum, und ich habe einen Großteil meiner ersten Runde damit verschwendet, eine 7 Punkte Einheit ausschalten zu wollen.

Ragik und Fugazi – eine klassische Hass-Hass-Beziehung
Die Hunzakut platziert einen Repeater vor der gegnerischen Aufstellungszone

Es bleiben mir nur zwei Befehle in Gruppe 1, die ich dafür verwende, mit der Hunzakut einen Repeater zu setzen und sie wieder zu tarnen.

Mit der zweiten Gruppe versuche ich noch, einen der Daylami etwas nach vorne zu bringen, übersehe dabei aber die Sichtline des Nøkken (Frustration ist nicht gut für Konzentration!) und handle mir eine ohnmächtige Einheit ein.

Großartig, da ist die erste Runde ja toll gelaufen. Werde ich aus diesem Debakel noch etwas retten können? Immerhin habe ich noch die beiden versteckten Tuareg als Ass im Ärmel. Mal sehen, was sie noch reißen können.

Überblick über die erste Runde von Haqqislam

Runde 1 – Svalarheima

Überraschungspaket. Boom!

Svalarheima beginnt mit seiner „kleinen“ Gruppe 2 um den Nøkken auf der linken Seite und will sich den Camouflage-Marker in seiner Nähe vorknöpfen. Zu seiner Überraschung handelt es sich um eine Mine (die mein Minelayer-Tuareg platziert hat), aber er kann der folgenden Explosion erfolgreich ausweichen.

Das machte dem Nøkken den Weg frei, sich mit der Ragik auseinander zu setzen, aber zuerst kann sie ihn erfolgreichen zielmarkieren. Plus drei auf alle Würfe gegen ihn, sollte doch eigentlich helfen, oder?

Der Fugazi triumphiert.

Zwei Befehle später ist der Nøkken ausgeschaltet, aber sowohl die Ragik als auch die Tuareg, die sich zur Unterstützung enttarnt hat, sind ohnmächtig. Und über allem thront immer noch (bestimmt hämisch grinsend) der Fugazi Dronbot, der nichts abbekommen hat.

Damit ist diese Seite erst mal für Svalarheima gesichert, und der Nøkken stellt sich mal wieder als eine von Svalarheimas nützlichsten Einheiten heraus. Verdammt gute Arbeit, Christoph.

Jotum auf dem Vormarsch

Christoph wechselt zu Gruppe 1 und aktiviert nun seinen Jotum. Leider habe ich es nicht geschafft, wie geplant einen Hacker oder Repeater in seiner Nähe zu platzieren, und er kann ziemlich ungehindert in Richtung seiner Zivilisten vorrücken. Meine einzigen Einheit, die im Weg stehen, sind die Farzan und ein Daylami, aber beide haben dem Ungeheuer nichts entgegen zu setzen und sind schnell ausgeschaltet.

Das einzige was Christoph beim Retten des ersten Zivilisten stört, ist dementsprechend sein Würfelpech (bzw. die mangelnde Willpower von PanOceania), denn er braucht drei Befehle, um den widerspenstigen Zivilisten davon zu überzeugen, dass er doch bitte gerettet werden müsste. Aber schließlich nimmt ihn der TAG am Schlawittchen und zerrt ihn Zeter und Mordio schreiend in Richtung seiner Aufstellungszone.

Mit seinem letzten Befehl bewegt Christoph noch sein Core Fireteam inklusive seiner Lieutenant Uma Søresen etwas nach vorne, was sich (ominöse Musik) noch als Fehler herausstellen wird.

Svalarheimas erste Runde in der Übersicht

Runde 2 – Haqqislam

Es war ein mutiger Versuch, Doc! Mutig, aber auch ziemlich wahnsinnig.

Saladin (oder besser ich) schaut sich die verfahrene Situation auf dem Tisch an und grübelt, was man retten kann. Wenn ich nur entweder die Tuareg oder die Ragik heilen könnte, dann wäre es vielleicht möglich, auf der rechten Seite noch einen oder sogar zwei der Zivilisten zu retten. Aber mein Ghulam Doktor ist ewig weit weg. Vielleicht wenn er sein MedKit verschießt? Probieren geht über Studieren, und ich bewege ihn in Richtung einer möglichen Schusslinie. Leider geht das nicht, ohne einmal durch die Schusslinie des Sierra Dronbots zu sprinten (verdammt, der Tisch ist zu offen!). Das geht natürlich prompt schief und der Doc ist tot.

Was kann ich sonst noch tun? Die Anzahl meiner Befehle ist inzwischen ziemlich begrenzt. Tatsächlich könnte ich noch versuchen Christophs Lieutenant auszuschalten, um ihn eine Runde lang in Loss of Lieutenant zu versetzen und ihn so möglichst stark behindern. Also los!

Noch ein tapferer, aber toter Recke.

Der Barid rückt vor, bis er ein Schussfeld bis zur gegnerischen Ballerburg hat. Obwohl die Reichweite nicht ideal ist, schafft er es, mit seinem Pitcher einen Repeater zu verschießen, der Uma Sørensen in seiner Kontrollzone hat.

Schön und gut, jetzt brauche ich nur noch einen Hacker. Die Ragik ist leider immer noch ohnmächtig und Leila hat auf ihrem Killer Hacking Device kein Spotlight-Programm. Also muss der noch versteckte Tuareg Hacker ran.

Dummerweise steht er direkt vor der Ballerburg und ich habe versäumt ihn liegend aufzustellen. Das wird ein Selbstmordkommando. Tatsächlich schafft er es, Uma zu markieren, vergeht dann aber wie erwartet im Kugelhagel von Sierra Dronbot, Nisse Scharfschütze, Jotum TAG und was ihn sonst noch so alles sehen kann.

Ziel erfasst!

Die Rache kommt umgehend, denn dem folgenden Raketenbeschuss erliegt Uma schnell. Leider befanden sich nicht wie gehofft noch andere Einheiten im Explosionsradius der Raketen.

Mit dem Tod des Tuareg sind dann aber leider auch meine Hacking-Möglichkeiten erschöpft, und der wunderbar platzierte Repeater nützt mir rein gar nichts mehr.

Also muss die Hunzakut ran, enttarnt sich und markiert einen Füsilier mit Hilfe ihres Forward Observer Skills. Ein weiterer Raketentreffer eliminiert daraufhin besagten Füsilier und den Maschinisten. Der Infirmarer schafft seinen Dodge-Wurf und die Sierra Drohne ist leider knapp außerhalb der Explosion.

Mit der dezimierten Gruppe 2 (Die Shihab Remote ist schon in Gruppe 1 gewechselt) kann ich nichts wesentliches mehr tun, und damit ist die Runde vorbei.

Übersicht Runde 2 Haqqislam

Runde 2 – Svalarheima

Die Winter Force befindet sich nun also im „Loss of Lieutenant“ Status, und Christoph kann jede Einheit nur mit ihren eigenen Befehlen aktivieren. Seine Möglichkeiten sind dadurch sehr eingeschränkt, aber sein Nisse kann immer noch meinen Barid ins Visier nehmen und ausschalten.

Die beiden Befehle des Jotum benutzt er, um den Zivilisten weiter in Sicherheit zu bringen, und ansonsten positioniert er sich hauptsächlich ein wenig um.

Übersicht Runde 2 Svalarheima
Feuergefecht auf lange Reichweite

Runde 3 – Haqqislam

Mit bleibt also nur noch diese eine Runde, um ebenfalls einen Zivilisten zu sichern, aber es sieht nicht gut aus. Die letzte Runde hat mich zu viele Einheiten gekostet und lässt mir nur 5 reguläre und drei irreguläre Befehle. Die einzige, die in einer einigermaßen günstigen Position ist, wäre die Hunzakut, aber sie kann sich nicht bewegen, ohne sofort im Schussfeld von jeder Menge Gegnern zu stehen.

Ich probiere es stattdessen mit Leila Sharif, aber sie wird beim Durchqueren einer Feuerline des Nisse Sniper erwischt und ausgeschaltet. Aus reiner Verzweiflung versuche ich noch mein Glück mit einem Sprint der Hunzakut in die gegnerische Aufstellungszone, um dort mein Geheimziel zu erfüllen, aber wie erwartet schafft sie es nicht durch den Kugelhagel.

Mit den letzten Befehlen aktiviere ich (wahrscheinlich viel zu spät) meine Shihab Remote und nehme den Jotum unter Feuer. Zu meiner Überraschung schlägt die Drohne sich ziemlich gut, und schafft es dem TAG zwei Schaden zuzufügen. Aber selbst wenn er mit einem mehr ausgeschaltet worden wäre, hätte Christoph den Zivilisten im letzten Zug immer noch mit einer anderen Einheit wieder re-synchronisieren können.

Übersicht Runde 3 Haqqislam

Runde 3 – Svalarheima und Spielende

Die Aufstellung der minenlegenden Tuareg

Ohne die Notwendigkeit noch Punkte machen zu müssen und mangels Befehle ohne Aussicht noch einen weiteren Zivilisten retten zu können, lässt Christoph seine Befehle in dieser Runde verfallen. Er hat mehr Zivilisten als ich in seine Aufstellungszone gebracht was drei Punkte wert ist. Eine Geheimmission hat keiner von uns erfüllt, und damit endet das Spiel mit 3:0 für die Svalarheima Winter Force. Gutes Spiel, Christoph!

Fazit

Wenn ich das Spiel so in der Rückschau so betrachte, war mein Plan eigentlich gar nicht so schlecht, aber die Ausführung mangelhaft. Die Schwierigkeiten des Ragik mit der Fugazi Drohne haben mich so aus dem Konzept gebracht, dass ich ein paar Dinge probiert habe, die man wahrscheinlich besser hätte sein lassen (wie den Doktor durch die Schusslinie des Sierra Dronbot laufen zu lassen). Vielleicht war es auch ein versteckter Tuareg zu viel, oder ich hätte Christoph den ersten Zug überlassen sollen, um nicht am Anfang so viele Befehle zu verlieren.

Svalarheimas uneinnehmbare Festung

Christoph hat die auf dieser Karte recht offenen Feuerlinien gut ausgenutzt und mit seiner „Ballerburg“ eine praktisch uneinnehmbare Festung aufgebaut. Meine vorgeschobenen Einheiten wie die Hunzakut und der Tuareg, konnten davor fast nichts tun, ohne eine sofort tödlichen Feuerhagel auszulösen. Aus dieser Sicherheit konnte der Jotum dann in Ruhe vorrücken, einen Zivilisten einsammeln und wieder in Sicherheit bringen. Genau das, was für für den Sieg reichte. Herzlichen Glückwunsch und bis zum nächsten Mal – ich will Revanche!

Gespielt – Infinity N4 (Supremacy)

Zur Zeit hat mich das Infinity-Fieber ziemlich gepackt, und mit Christoph habe ich einen Mitspieler gefunden, der mindestens so fasziniert ist wie ich. Dementsprechend haben wir uns zwei Wochen nach unserer letzten Partie wieder getroffen, um eine Revanche zu spielen. Da mein Spielbericht in der deutschen Infinity Community auch gut angekommen ist (inklusive Erwähnung im O-12-Podcast), gibt es auch zu dieser Partie wieder einen ausführlichen Bericht.

Neues Spiel, neues Gelände, neues Glück.

Wie es auch mir nach meinen ersten Spielen gegangen ist, will Christoph direkt MEHR von Infinity, und wir einigen uns auf eine volle 300 Punkte Schlacht mit der Mission „Supremacy“ aus der aktuellen Infinity Turniersaison 12 (ITS12), inklusive geheimer Ziele (Classified Objectives).

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Gespielt: Infinity N4

C1 ist die „kleinere“ Variante der Infinity-Regeln.

Nach einer längeren Pause konnte ich endlich mal wieder eine Runde Infinity N4 spielen, mit Christoph, einem Neueinsteiger in das Spiel, mit dem ich über die deutsche Infinity Facebook Gruppe in Kontakt gekommen war. Da wir beide noch ziemlich unerfahren sind, einigten wir uns auf ein 200 Punkte Gefecht ohne irgendwelche Fireteams oder andere komplexe Regeln. Ursprünglich wollten wir sogar die einfacheren CodeOne Regeln verwenden, aber nachdem mein Gegenüber inzwischen auch schon eine Partie N4 gespielt hatte, bot er mir an die vollen Regeln zu verwenden, damit ich auch meine Haqqislam-Truppe spielen konnte, die es ja noch nicht für CodeOne gibt. Das folgende ist ein Spielbericht aus meiner Sicht des Geschehens.

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Gespielt: Man O’War

Das farbenfrohe Cover der Originalschachtel.

Kürzlich hatte ich das Vergnügen mit Tobi vom Bier & Brezel Tabletop YouTube-Kanal eine Runde eines echten Klassikers zu spielen: Man O’War – Raging Sea Battles in the World of Warhammer.

Über Man O’War

Das Seeschlachten-Tabletop erschien 1993 als eines der kleineren „Spezialisten“-Systeme, war aber nicht sehr lange im Programm. Ein, zwei Jahre lang gab es relativ regelmäßig neues Material in Form von Modellen und Artikeln im White Dwarf, aber schon 1995 wurde es aus den Regalen der Geschäfte genommen. Bis 1998 konnte es teilweise noch postalisch bestellt werden, aber dann wurde es vollständig eingestellt.

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Nachtrag: Five Parsecs from Home (Mission 2 in Bildern)

Wen es noch interessiert, wie es mit Zafira und ihrer Crew weitergeht, findet hier einen Spielbericht in Bildern von ihrem nächsten Gefecht. Nachdem sie sich diesmal einen Auftrag von Biohealth Unlimited gesichert haben, gerät die Crew der Sultana an einen Schwarm mit Klauen und Zähnen bewaffneter Horror-Aliens.

Gespielt: Five Parsecs From Home (4)

Es geht nach dem Gefecht weiter.

Als die Aufregung des Gefechts nachließ musste sich Zafira einen Moment auf die Motorhaube des alten Fahrzeugs setzen, hinter dem sie im Kampf decken gesucht hatte. Sie hielt ihre Hand hoch und beobachte das Zittern, das sich mit dem Abklingen des Adrenalinschubs einstellte. Sie schüttelte den Kopf und wischte den Staub auf der Windschutzscheibe beiseite, um ihrer Hand etwas zu tun zu geben. Ein schwaches Licht blinkte im Inneren des Fahrzeugs. Neugierig versucht sie die Tür zu öffnen, aber das Schloss reagierte nicht. Mit einem Schulterzucken nahm sie ihr Gewehr und schlug die Scheibe ein. Ein Kommunikator lag auf dem Sitz, und ein langsam blinkendes Licht zeigte eine eingegangene Nachricht an, die nie abgerufen worden war. Zafira griff nach dem Gerät, aber Firewall gab ihr keinen Zugriff auf den Inhalt. Hm, vielleicht würde Leila damit etwas anfangen können. Sie steckte den Kommunikator ein und vergaß ihn prompt wieder. Zeit sich um die anderen zu kümmern…

Nach Crewerschaffung, Kampagnenphase und Gefechtsphase geht es nun im letzten Kapitel des Spielberichts um die Nach-Gefechtsphase, indem wir sozusagen „aufräumen“ und die Ergebnisse unseres Gefechts bestimmen. Unser Gelegenheitsjob war erfolgreich und wir haben am Ende das Schlachtfeld beherrscht. Aber eines unsere Crewmitglieder, Suleika, wurde ausgeschaltet und wir müssen unter anderem herausfinden, wie es ihr geht.

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Gespielt: Five Parsecs From Home (3)

Bereit fürs Gefecht!

Zafira beobachtete das Gelände der Station durch das Fernglas. Sand und Staub sammelte sich in tiefen Verwehungen an den Seiten Gebäude, Fenster waren mit Schutzblenden gesichert, alle Türen geschlossen. Ein einsames Fahrzeug drohte langsam vom vorrückenden Wüstensand verschlungen zu werden.

Aisha in Position

Aber verlassen war das Gelände nicht. Auf der anderen Seite der Gebäude konnte sie die Gestalten einiger Söldner erkennen. Die würden sie loswerden müssen, wenn sie die Station sichern wollten. Ein Blick auf das taktische Display zeigte ihr den Rest ihrer Crew. Aisha hatte eine erhöhte Position auf der linken Seite eingenommen, die ihr ein gutes Schussfeld mit ihrem weitreichenden Gewehr ermöglichte. Clarissa, Suleika und Leila waren etwas vor ihr in Deckung. Etwas besorgt überprüfte Zafira die Position von Suleika, die ihr etwas zu begierig darauf war, mit ihren unhandliche Feueraxt in den Nahkampf zu kommen. Aber der wichtigste Teil des Plans war drüben auf der rechten Seite zwischen einige großen Felsen verborgen: Leila hatte das einzige Maschinengewehr der Crew an Djinni angebracht und seine Schaltkreise sowohl mit der Waffe als auch dem alten Gefechtsvisor verbunden, und den Bot damit zu einen mobilen Waffenplattform gemacht. Wenn alles nach Plan lief, würde er in den nächsten Minuten die entscheidende Feuerüberlegenheit liefern.

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Gespielt: Five Parsecs from Home (2)

Auf der Rückseite des 5 Parsecs Buches findet sich ein Überblick über was es bietet.

Zafira trommelte mit den Fingern ungeduldig auf die hochpolierten Tischplatte aus teurem salassianischem Echtholz. Das breite Panoramafenster eröffnete einen prächtigen Blick auf roten Sanddünen, die sich bis an den Horizont erstreckten, aber sie hatte momentan keinen Sinn für die Schönheiten Burakais.

Stattdessen versuchte sie sich auf den Text des auf dem Holodisplay vorbei rauschenden Freelancer-Vertrages von Askari Pharmacorp zu konzentrieren. „Alles nur Standardklauseln,“ kam die ölige Stimme des Konzernanwalts, „nichts, was sie nicht schon ein Dutzend mal gesehen haben sollten.“

„Und das hier?“ Zafira zoomte auf einen Paragraphen unter Dutzend ähnlichen und wischte ihn in Richtung Anwalt. „Auszahlung nur bei etablierter Geschäftsbeziehung prä-Mission? Soll das heißen wir bekommen nur Geld, wenn wir schon VORHER für sie gearbeitet haben?“

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Gespielt: Five Parsecs from Home (1)

Cover der dritten Edition von Modiphius

Ich habe mal wieder ein neues Miniaturenspiel ausprobiert, und nach Rangers of Shadow Deep ist es das zweite Solo-Tabletop. Aber diesmal ging es in die Zukunft und zu den fernen Sternen der Galaxis, mit Five Parsecs from Home von Ivan Sorensen.

Five Parsecs ist eine Art Mischung aus Rollenspiel und Tabletop und zieht seinen besonderen Reiz aus einer großen Menge Zufallstabellen, aus denen man das Gerüst einer Geschichte erwürfelt, dieses in der eigenen Vorstellung mit Leben füllt, das dann als Kampagne wiederum den Missionen einen spannenden Hintergrund gibt und zu mehr als taktischen Übungen macht. Ich denke am besten stelle ich hier den Beginn meiner Kampagne dar, das wird das Konzept am besten erklären.

Ich beginne mit der Charaktererschaffung. Nachdem ich mich für eine volle Mannschaft von 6 Charakteren entschieden habe, muss ich festlegen zu welchen Spezies sie gehören. Neben dem üblichen „Standard“ Mensch und Robotern gibt es einige halb-generische Aliens, die zwar dem spieleigenen Setting entspringen, aber leicht auf andere Hintergründe angepasst werden könnten. So gibt es die stolz-wilde Kriegerspezies, fragile Techniker, mysteriöse Uralte und ähnliches.

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