Die Helden der Fünf Heere

Es ist viel zu lange her, dass ich hier ein paar von meinen bemalten Figuren präsentiert habe. Zur Schlacht der Fünf Heere gab es bisher zum Beispiel nur Beorn zu sehen, obwohl ich doch schon alle Charaktere dieses Spiels bemalt habe. Hier sind sie!

Ins rechte Licht gerückt – oder wie fotografiere ich meine Figuren?

Setup

Meine sehr improvisierte „Fotostation“

Ich werde gelegentlich gefragt, wie ich meine Figuren fotografiere und für die Präsentation im Netz vorbereite. Da ich auch häufig über toll bemalte Miniaturen stolpere, die aber so dunkel oder unscharf fotografiert sind, dass man sie schlecht erkennen kann, will ich meine Methode hier zum Nachahmen oder als Startpunkt präsentieren. Ich bin alles andere als ein Profi im Fotografieren, und es gibt bestimmt jeden Menge bessere Methoden da draußen zu finden, aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

Lampe

Meine verstellbare Lupenlampe

Das erste und wichtigste ist erst einmal das Licht, und zwar so viel wie möglich davon, besonders wenn man mit einer einfachen Kamera arbeitet wie ich. Wie oben zu sehen, benutze ich meine Lupenkamera, die ich auch zum Bemalen verwende, und stelle das Objekt auf und vor ein weißes Blatt Papier. Der ganze Hintergrund des fertigen Bildes sollte neutral-Weiß sein. Die Lampe kommt dabei so nah wie möglich an die Figuren heran, ohne der Kamera den Weg zu verstellen. Wenn das Licht nur aus einer Quelle kommt, ist es besonders wichtig diese so auszurichten, dass die Figur aus der Kameraperspektive gut ausgeleuchtet ist, und nicht z.B. das Gesicht im Schatten liegt.

Lumix

Meine Lumix FZ38 Systemkamera

Man braucht keine hochklassige Spiegelreflexkamera, um gute Figurenfotos zu schießen, aber mit einem Smartphone ist es schon etwas schwieriger, als mit einer richtigen Kamera, insbesondere weil die Kamera des Smartphones meistens nicht so viel Einstellmöglichkeiten hat. Dennoch geht es auch damit, man muss nur eventuell nachher noch etwas mehr nachbearbeiten.

Ich benutze eine sogenannte Systemkamera von Lumix, die ich von meiner Schwester geerbt habe, als sie sich etwas Besseres geleistet hat. Sie ist schon etwas älter und man bekommt solche Modelle gebraucht deutlich unter hundert Euro.

Makro

Makro-Einstellung und Weißabgleich

Die Kamera sollte man auf den Makro-Modus einstellen, der auf nahe, kleine Objekte abgestimmt ist. Smartphones unterscheiden da meist nicht, deshalb sollte man damit nahe an das Objekt gehen und den Autofokus auf die Figur einstellen (d.h. auf die Figur im Sucher tippen). Wenn die Kamera eine Funktion zum Weißabgleich anbietet, hilft es, diese auf das weiße Papier im Hintergrund anzuwenden, denn ansonsten wird die Figur sehr dunkel, und man muss sie in der Fotobearbeitung später noch mehr aufhellen.

Das rohe Foto

Das unbearbeitete, rohe Foto

Dann schießt man das eigentliche Foto. Ich benutze kein Stativ, sondern fotografiere einfach aus der Hand, aber je nach Figur lege ich Kamera manchmal auf dem Tisch auf. Ich empfehle da einfach ein bisschen auszuprobieren, was für euch am besten funktioniert. Es ist ja heute nicht mehr so, dass zwei oder ein paar hundert zusätzliche Bilder etwas kosten würden. Wie man an meinem Beispielbild hier sieht, kann das Bild durchaus mehr als den weißen Hintergrund umfassen – das bearbeiten wir gleich alles in Photoshop. Wichtig ist nur, dass die Miniatur scharf ist und nicht über den weißen Hintergrund hinausragt. Schießt auf jeden Fall ein paar Fotos, damit ihr euch das beste heraussuchen könnt.

Zugeschnittenes Foto

Das zugeschnittene Foto

Jetzt geht es vom Fototisch an den Rechner. Kopiert die Fotos von der Kamera auf euren Computer und öffnet sie in der Fotobearbeitung eurer Wahl. Ich benutze hier Photoshop, das ich von Berufs wegen besitze, aber es gibt reichlich kostenlose Software (meine Empfehlung ist Paint.NET) und Photoshop Elements bekommt man heutzutage auch zu einem sehr erschwinglichen Preis.

Seht euch die geschossenen Fotos an und sucht eins aus, das euch am Besten gefällt. Schneidet es auf den Hintergrund zurecht, so dass die Figur den Großteil des Bildes ausfüllt. Ich benutze immer ein Verhältnis von 4:3 oder 3:4 für meinen Ausschnitt. Dann skaliert das Foto auf eine vernünftige Größe herunter. Die heutigen Kameras machen so große Fotos, dass man viel zu viele Details erkennt, die das bloße Auge an der Figur überhaupt nicht mehr wahrnimmt (zumindest in meinem Alter). Ich empfehle eine Größe von 1200×900 (oder umgekehrt) Pixeln. Damit kann man auf dem Computerbildschirm alles erkennen, und es passt auf die meisten Monitore.

Helligkeit und Kontrast

Die Korrekturfunktion für Helligkeit und Kontrast in Photoshop

Dann heißt es, Farbe, Helligkeit und Kontrast der Fotos zu korrigieren. Hier kann ich keine allgemeingültigen Hinweis geben, denn das Aussehen eurer Fotos hängt zu sehr von der Kamera, der Beleuchtung und den Farben eurer Miniaturen ab. Aber zwei Hauptpunkte will ich zumindest kurz erwähnen. Mit der Funktion Helligkeit/Kontrast sollte ihr die besagten Eigenschaften des Fotos korrigieren, denn es wird meistens zu dunkel sein, außer ich habt sehr hochwertige Ausstattung (und dann wahrscheinlich über das Tutorial hier nur schmunzeln könnt). Wenn ihr einfach nur die Helligkeit hochschraubt, werden die Kontraste häufig zu stark, deswegen empfehle ich, gleichzeitig den Kontrast zu verringern.

Farbkorrektur

Farbkorrektur in Photoshop

Diese Korrektur kann schon für ein schönes Foto ausreichen, aber häufig sollte man die Farben noch anpassen. Mein Beispielbild ist zum Beispiel viel zu Gelb und Grün im Vergleich zum Original, und auch der weiße Hintergrund ist mir noch zu grau. Ich benutze dafür die automatische oder – wenn die es nicht richtig hinbekommt – selektive Farbkorrektur in Photoshop. Wichtig ist im Endeffekt nur, dass ihr die Version findet, die euch am besten gefällt und eure Figur am besten präsentiert.

Und damit seid ihr auch schon fertig. Speichert das fertig bearbeitete Foto und ladet auf den Kanal eurer Wahl ins Netz! Ich hoffe dieser kleine Artikel hat euch ein paar nützliche Tipps gegeben, für den Fall dass ihr eure Figuren im Netz präsentieren wollt. Wenn ja, schreibt die Links dorthin in den Kommentaren. Hier ist mein fertiges Foto:

Die Kommando-Einheit der Latari-Elfen

Die Kommando-Einheit der Latari-Elfen aus Runewars

Eine andere Art Krieg – Das Runewars Miniaturenspiel

Runewars Miniaturenspiel


Die deutsche Runewars-Box

Die Runenkriege

Einer der Gründe, aus denen ich mich in letzter Zeit weniger mit dem Ringkrieg beschäftigt habe, ist ein neues Spiel, das es mir sehr angetan hat: Das Runewars Miniaturenspiel von Fantasy Flight Games (deutsche Version vom Heidelberger Spieleverlag).

Übersicht

Das Miniaturenspiel Runewars – nicht zu verwechseln mit dem Brettspiel Runewars – ist ein Tabletop-Brettspiel-Hybrid, das heißt eine Mischung aus Spielen wie Warhammer Age of Sigmar oder Kings of War auf der einen und X-Wing oder Armada auf der anderen Seite. Man hat hier keinen festen Spielplan mit Feldern oder Regionen, sondern einen offenen Spieltisch, auf dem man Gelände platziert und seine Figuren mit Hilfe von Schablonen bewegt.

Die Einheiten der Grundbox.

Die Einheiten aus der Grundbox – angemalt.

Zwei Spieler stellen dabei aus den Einheiten jeweils einer Fraktion eine Armee zusammen – begrenzt durch eine Punktzahl, auf die man sich vorher geeinigt hat. Das Grundspiel stellt dabei einen Grundstock für die beiden ersten Fraktionen zur Verfügung: Die Daqan Lords (Menschen) und das Untotenheer des Waiqar. Dazu kann man sich dann Erweiterungen mit zusätzlichen Einheiten für die Fraktion seiner Wahl kaufen, um sowohl Größe und Variabilität seiner Armee zu erweitern. Man kauft sich also wahrscheinlich nicht nur ein Grundspiel, sondern investiert in ein ganzes Hobby, so ähnlich wie bei X-Wing.

Unbemalte Figuren

Die unbemalten Figuren der Daqan Lords.

Spielmaterial

Die Figuren sind natürlich der zentrale Aspekt von Runewars – nichts umsonst heißt es „Miniaturenspiel“. Hier ist auch der größte und entscheidende Unterschied zu Spielen wie X-Wing zu finden: Die Figuren kommen unbemalt und nicht zusammengebaut aus der Box. Der Zusammenbau ist dank des einfachen Stecksystem glücklicherweise sehr einfach, aber um das volle Vergnügen einer bemalten Armee zu bekommen, muss man also noch einiges investieren; entweder an Zeit oder, wenn man einen Bemalservice bemühen möchte, an Geld. Man kann das Spiel natürlich auch spielen, ohne die Figuren zu bemalen, aber richtig toll sieht es aus, wenn die Soldaten, Monstern und Helden in den Farben ihrer Armee erstrahlen.

Rune Golen

Eines der Glanzstücke der Box: Der Runengolem.

48 detaillierte Plastikfiguren enthält die Grundbox: 26 aus den Reihen der Untoten und 22 für die Armee der Menschen. Besonders stechen die beiden großen Kreaturen hervor: Die Menschen führen einen riesigen Golem ins Feld, während auf den Seiten der Untoten ein Skelettkrieger auf einem sogenannten Aaswurm in die Schlacht reitet.

Neben den Figuren gibt es Tableaus, auf die die Figuren gestellt und aus denen Einheiten formiert werden, Würfel, Kommandohalter, auf denen die Befehle eingestellt werden, Karten für die Einheiten und deren Ausrüstung, Bewegungsschablonen und Entfernungsmesser, sowie – wie es sich für ein Spiel von FFG gehört – jede Menge Pappmarker. Was es nicht gibt, ist ein Spielplan, denn als Tabletop-Spiel wird Runewars auf einer offenen Fläche von 90×90 oder 180×90 Zentimeter gespielt, auf der mit der Hilfe von ebenfalls enthaltenen Pappteilen Gelände dargestellt wird.

Spielmaterial

Verschiedenes Spielmaterial: Figuren, Kommandhalter, Gelände, Bewegungsschablone und Magiemarker.

Auf jeden Fall ist die Schachtel gut gefüllt und kommt zu einem akzeptablen Preis daher: UVP €89,95, aber im einschlägigen Handel bekommt man sie ab ca. €75. Allerdings enthält die Grundbox nur genug Material für sogenannte „Scharmützel“, d.h. Schlachten mit ca. 100 Punkten. Für eine richtig große Schlacht sind 200 Punkte vorgesehen, und da braucht man mehr Figuren. Da bietet es sich an, sich mit einem Freund zusammen zu tun und für jeden eine Grundbox zu kaufen. Dann tauscht man die Figuren der Armee, die man jeweils nicht spielt, und hat damit genug Material auch größere Schlachten zu schlagen.

Einheiten und Ausrüstung

Die Armee werden über Karten zusammengestellt: Einheiten und Aufwertungen haben variable Punktekosten.

Der Spielablauf

Der erste Schritt einer Partie Runewars findet schon vorab statt: Die Zusammenstellung der Armee, die man ins Feld führen will. Für jede Art von Einheit gibt es eine Karte, auf der die Kosten je nach gewünschter Größe und Formation aufgelistet sind. Dazu gibt es Aufwertungskarten, die man den Einheiten zuordnen kann, die wiederum zusätzliche Punkte kosten. Begrenzt ist das ganze durch die Anzahl Punkte, auf die man sich mit seinem Gegner geeinigt hat. So wird eine ausgeglichene Stärke der beiden Seiten sichergestellt. Durch weitere Karten wird die Aufstellung auf dem Spielfeld und die Verteilung von Gelände festgelegt, dann werden die magischen Runen geworfen (dazu später mehr) und die Schlacht kann beginnen!

Startaufstellungs

Die Startaufstellung des Übungsszenarios (ohne Gelände).

Das eigentliche Spiel geht über maximal acht Runden und jede beginnt mit der Kommandophase, in der die Spieler ihren Einheiten geheim Befehle zuweisen. Diese Befehle werden auf den beiden Rädern des Kommandohalters der Einheit eingestellt. Das linke legt den Hauptbefehl fest (Marschieren, im Fern- oder Nahkampf angreifen, Sammeln, usw.) während auf dem rechten Rad ein Modifikator eingestellt wird (drehen, schwenken, verteidigen, Sonderaktionen ausführen). Dabei hat jede Einheit ihre ganz eigene Auswahl an Befehlen und Kombinationen. So hat Kavallerie schnelle und weite Bewegungen, aber dafür keine engen Wendungen, Bogenschützen haben einen Fernkampfangriff zur Verfügung, usw.

Kommandohalter

Der Kommandohalter der Eidgebundenen Kavallerie

Jede Befehl hat eine Initiative-Nummer, die in der folgenden Aktivierungsphase wichtig wird. Denn die Einheiten werden nun in der Reihenfolge ihrer eingestellten Initiative aktiviert und ihre Befehle ausgeführt. Ein Spieler hat immer die Priorität in einer Runde, und falls es mehrere Einheiten mit derselben Initiative gibt, beginnt dieser mit einer seiner Einheiten. Danach werden die gleichzeitigen Befehle abwechselnd abgehandelt.

Nahkampf

Wiederbelebte Krieger im Nahkampf mit den Speerträgern der Daqan Lords.

Die Ungewissheit über die Absichten und Befehle des Gegners macht das Spiel höchst spannend und abwechslungsreich. Die Optionen des Gegners zu kennen und seine tatsächlichen Handlungen vorauszuahnen ist, neben dem geschickten Bewegen der eigenen Einheiten, der Schlüssel zum Sieg in Runewars. Immer wieder kommt es zu überraschenden Manövern, mit denen man den Gegner verblüffen kann oder umgekehrt zu genau dem Manöver, das man vorausgesehen hat und das einen zufrieden grinsen lässt, weil man vorbereitet ist.

Ardus IxErebus

Ardus Ix’Erebus, General von Waiqars Armee der Untoten

Die Kampfstärke der Einheiten im Nah- und/oder Fernkampf wird durch die Farbe und Anzahl ihrer (8- bzw. 12-seitigen) Würfel bestimmt, die wiederum verschiedene Symbole zeigen. Treffer multiplizieren sich mit der „Bedrohung“ der Einheit zu Schaden, Energie braucht man für Sonderfähigkeiten der Einheiten, Panik-Symbole lösen Moralproben beim Gegner aus und Todesstöße ignorieren die Verteidigung des Gegners und verursachen direkte Wunden. Denn jede Einheit besitzt einen Verteidigungs- und einen Wundwert. Jedes mal, wenn der Schaden den Verteidigungswert erreicht, erleidet sie eine Wunde, und wenn damit der Wundwert erreicht ist, wird eine Figur der Einheit entfernt. Zum Beispiel hat eine Einheit Speerträger Verteidigung und Wunden 1, so dass jeder Punkt Schaden eine Figur entfernt, während der General der Untoten – Ardus Ix’Erebus – Verteidigung 3 und vier Wunden hat. Dafür ist er auch nur eine Figur, und wenn er 4 Wunden erlitten hat, ist er aus dem Spiel, während die Speerträger je nach Größe der Einheit acht bis 36 Figuren haben und dementsprechend lange durchhalten.

Würfel und Rundenzähler

Würfel und Rundenzähler

In der Endphase wird dann noch der Fluss der Magie für die nächste Runde bestimmt. Dafür wirft der aktive Spieler fünf Marker (die sogenannten Runen) und je nachdem welche Seiten sichtbar sind, sind die drei verschiedenen Arten von Magie unterschiedlich stark: Stabiles, instabiles und natürliches Mana. Von diesem Mana hängen wiederum die unterschiedlichsten Dinge im Spiel ab. Manche Einheiten werden stärker im Angriff, wenn mehr stabiles Mana fließt, andere sind schneller wenn instabiles Mana stark ist, und die Untoten können je nach vorhandenem natürlichen Mana mehr oder weniger Figuren regenerieren.

Das Spiel endet schließlich, wenn eine Seite komplett ausgelöscht wurde oder auf jeden Fall am Ende der achten Runde. Danach zählen beide Spieler den Punktewert ihrer auf dem Tisch verbliebenen Einheiten und addieren eventuelle Sonderpunkte, die das Szenario vorgibt. Die höhere Punktzahl gewinnt.

Spielmatte

Eine Spielmatte aus Mousepad-Material

Spielgefühl

Ehrlicherweise muss man sagen, dass es sich bei Runewars eher um ein ganzes Hobby, als um ein einzelnes Spiel handelt. Jenseits des Grundspiel gibt es schon mehrere Zusatzboxen mit mehr und neuen Figuren, mit denen man seine Armee ausbauen kann. Zum Bemalen der Figuren braucht man Farben und Pinsel, und wer spielt schon gerne auf der blanken Tischplatte? Da muss zumindest eine Spielmatte in ansprechender Gestaltung her.

Kampfgetümmel

Mitten im Kampfgetümmel

Wenn einem das nicht zu viel ist, bekommt man mit Runewars ein sehr gutes, taktisches Spiel auf dem Niveau von X-Wing oder Armada. Der Erfolg im Spiel ergibt sich aus mehreren „Fähigkeiten“, die man besitzen muss: Erstens die clevere Zusammenstellung der eigenen Armee, so dass sich deren Einheiten gegenseitig ergänzen und möglichst viele Synergieeffekte hervorrufen; zweitens das geschickte Steuern der eigenen Einheiten auf dem Spielplan unter Einbeziehung des Geländes und der Vorgaben des Szenarios; und drittens das Einschätzen und korrekte „Lesen“ des Gegners, um dessen Aktionen vorauszuahnen und sich darauf einstellen zu können. Zusammen mit der großen Vielfalt an Optionen, die man bei der Zusammenstellung der Armeen hat, resultiert das in einem sehr abwechslungsreichen Spiel, das sicherlich über viele Dutzend Partien nicht langweilig werden wird.

Armee-Box Uthuk Y'llan

Vorschau auf die Armee-Box der Uthuk Y’llan

Erweiterungen und Ausblick

Als ein Spiel, das von der Vielfalt and Miniaturen, Einheiten und Fraktionen lebt, braucht Runewars natürlich mehr als nur die Grundbox und die beiden darin enthaltenen Parteien. Bereits erschienen sind Boxen mit zusätzlichen Figuren für die ersten Einheiten, Kommandoeinheiten mit Bannerträger, Zauberer, usw., die man in bestehende Einheiten einbauen kann, sowie je ein neuer Held für die Menschen und die Untoten. Zwei neuen Einheiten – Todesritter und Armbrustschützen sind angekündigt. Aber vielleicht am wichtigsten sind die beiden geplanten neuen Fraktionen: Die Latari-Elfen und die Dämonenanbeter der Uthuk Y’llan. Für beide wird es eine „Armee-Box“ geben, aus der man eine Streitmacht von ca. 100 Punkten bauen kann (analog der Menschen oder Untoten aus der Grundbox) und dann die üblichen Erweiterungen. Damit stehen vier Fraktionen zur Auswahl, aus denen man sich seine bevorzugte Armee bauen kann.

3D Gelände

Selbstgebautes 3D-Gelände

Fazit

Runewars mit den anderen Spielen, die ich bisher vorgestellt habe zu vergleichen ist eigentlich ein bisschen unfair – denn wie schon gesagt handelt es sich weniger um ein einzelnes Strategiespiel, das man gelegentlich spielt, als ein ganzes Hobby. Wenn man die Figuren der Grundbox bemalt hat, stehen schon die ersten Erweiterungen Schlange, und vielleicht will man ja auch das flache Pappgelände, mit selbstgebauten 3D-Geländestücken ersetzen. Es gibt immer wieder etwas zu tun, und solange man Spaß an diesem Hobby hat, wird man nie wirklich „fertig“.

Armee der Untoten

Meine bisher bemalte Armee der Untoten: die Bleiche Legion

Aber wer Spaß an so etwas hat, und vielleicht schon seit einiger Zeit mit der Anschaffung eines Tabletop-Spiels liebäugelt, der findet in Runewars ein wirklich ausgezeichnetes Spiel, bei dem man „am Anfang“ einsteigen kann – d.h. ohne dass es schon eine große Fangemeinde, zahlreiche Regelversionen und einen unüberschaubaren Dschungel an Miniaturen gibt. Da ich selbst schon seit einiger Zeit um das Tabletop-Hobby herumschleiche, hat mich diese Möglichkeit sehr angesprochen, und ich habe mir die Grundbox zugelegt. Nachdem ich dann festgestellt habe, dass mir nicht nur die Figuren gefallen, sondern auch das Spiel selbst wirklich gut ist, nenne ich inzwischen zwei Boxen und alle bisher erschienen Erweiterungen mein eigen. Von mir gibt es also auf jeden Fall eine dicke Empfehlung für Runewars – mit dem Caveat, dass es eben kein Spiel für Zwischendurch ist.

Galerie

Natürlich habe ich inzwischen auch schon viele der Figuren bemalt. Hier ist eine Galerie meiner bisherigen Arbeiten.

Die Schergen des Schatten – ein Blick zurück in Nostalgie

Die Schergen des Schatten

Die Schergen aus dem Grundspiel gehörten zu den allerersten Figuren, die ich bemalt habe.

Erst einmal muss ich mich entschuldigen, dass es in letzter Zeit hier ziemlich ruhig war. Ich war mit der Bemalung der Figuren eines anderen Spiel beschäftigt (dem neuen Runewars Miniaturenspiel von FFG/Asmodee). Im Zuge dessen habe ich mir ein paar meiner sehr alten Figuren angeschaut, und zu den ersten, die ich für den Ringkrieg bemalt habe, gehören die Schergen des Schatten aus dem Grundspiel: Saruman, der Hexenkönig und Saurons Mund.

Und oh Mann, sieht man den Fortschritt, den ich seit damals beim Bemalen gemacht habe. Ich habe lange gezögert, das Bild hier hochzuladen, denn ich bin mit den drei Figuren überhaupt nicht mehr zufrieden. Der gute Saruman sieht aus, als ob er gerade dem Grab entstiegen wäre. Außerdem war sein Lackierung nicht die beste und der hat inzwischen doch ganz schön gelitten, was auf dem Weiß sehr deutlich sichtbar ist. Ich glaube ich muss demnächst einer meiner unbemalten Figuren heraus kramen und ihn noch mal neu anpinseln.

Aber zumindest ist damit eine Lücke gefüllt und die Galerie enthält alle Figuren des Grundspiels.

Die Persönlichkeiten der Freien Völker

Nachdem ich alle meine bemalten Armeeeinheiten und Anführer vorgestellt habe, geht es nun an die verschiedenen Gefährten, Charaktere und Schergen. Den Anfang machen die Freien Völker. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese teilweise zu den allerersten Figuren gehören, die ich für den Ringkrieg bemalt habe. Das ist ganz schön lange her und inzwischen bin ich mit manchen nicht mehr so richtig zufrieden. Es wäre Zeit sie zu überarbeiten (genug unbemalte Figuren habe ich), aber bisher habe ich mich noch nicht dazu aufraffen können. Kommt bestimmt noch!

Ringträger und Gollum

Die Ringträger Frodo und Sam und ihr unzuverlässiger Gefährte Smeagol (oder Gollum)

Fangen wir an mit den Ringträgern und Gollum. Beide funktionieren eigentlich nur als Marker im Spiel, da die Ringträger-Figur den letzten bekannten Ort der Gemeinschaft markiert und Smeagol bzw. Gollum sich nicht außerhalb der Gemeinschaft befinden kann. Die beiden Hobbits waren wirklich sehr schwer zu bemalen, da sie winzig sind. Gollum als Einzelfigur war da schon etwas einfacher. Er war ursprünglich nur eine Promo-Figur aus der Zeitschrift „Spielbox“ wurde dann aber in die Collector’s Edition und die zweite Edition aufgenommen.

Gandalf der Graue und Streicher

Die Ratgeber der ersten Stunde: Gandalf der Graue und Streicher

Gandalf der Graue und Streicher sind die beiden Gefährten, die zu Beginn des Spiels Ratgeber der Gemeinschaft sein können, und die durch die entsprechende Aufwertung einen wertvollen Aktionswürfel für die Freien Völker bringen. Beide Figuren gefallen mir sehr gut, auch wenn man bei Streicher/Aragorn nicht ganz sicher ist, ob er nun den Waldläufer oder den König darstellt.

Legolas, Boromir, Gimli

Legolas, Boromir, Gimli, die treuen Gefährten

Diese drei bilden die mittlere Stufe von Gefährten, die den Ringträger auf seiner gefährlichen Queste beschützen. Meist müssen sie im Lauf des Spiel ihr Leben opfern oder eilen in ihre Heimatländer um gegen den Schatten zu kämpfen. Alle drei finde ich gut gelungen, wobei Gimli mein das Glanzlicht ist. Meiner Meinung ist er einer der, wenn nicht die beste Figur des ganzen Spiels.

Merry und Pippin

Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock

Natürlich dürfen wir die tapferen Vetter von Frodo Beutling nicht vergessen: Merry und Pippin. Auch wenn sie eher nicht so viel gegen die Macht des Ringes ausrichten können, sind sie doch für den Schatten kaum zu töten und können mit den ensprechenden Kampfkarten („Klinge von Westernis“) zur tödlichen Gefahr für die Schergen Saurons werden. Merrys Figur ist hübsch, aber leider verschwindet Pippins Gesicht komplett unter dem Helm.

Aragorn und Gandalf der Weiße

Selbst gebastelt: Aragorn, Isildurs Erbe, und Gandalf der Weiße

Ursprünglich gab es weder in der 1. Edition noch in der 2. eigene Figuren für den gekrönten Aragorn oder Gandalf den Weißen. Mit der Collector’s Edition gab es dann zwei anders bemalte Varianten, aber die Figuren blieben die gleichen. Ich nahm dann allen Mut zusammen, griff mir ein scharfes Messer und entfernte vom CE-Gandalf den Hut und einen Teil des Stabes. Mit etwas Modelliermasse formte ich dann seine Haarpracht neu und gab ihm einen neuen Stab. Aragorn war einfacher zu modifizieren: Er bekam eine geflügelte Krone auf den Helm modelliert. Mit beiden Varianten war ich sehr glücklich.

Gandalf der Weiße und Aragorn

Nun zu Pferd: Gandalf der Weiße und Aragorn

Aber dann kamen die „Herren von Mittelerde“ mit diesem beiden Figuren für die mächtigen Varianten der beiden Gefährten. Den Gandalf auf Schattenfell finde ich sehr gelungen, auch wenn das Pferd ein wenig kräftiger sein könnte. Der berittene Aragorn ist dem Modellierer aber leider etwas misslungenen, aber ich habe noch das beste herausgeholt, was man mit Farbe tun konnte.

Elrond und Galadriel

Hüter der Elbenringe: Elrond und Galadriel

Ebenfalls mit Herren von Mittelerde kamen die Hüter der drei Elbenringe dazu. Neben Gandalf waren das natürlich Elrond und Galadriel. Galadriel kannte man natürlich schon aus der alten Erweiterung und der Collector’s Edition. Die Figur hat ihre Probleme, aber mit der Bemalung bin ich ganz zufrieden. Elrond ist einer der Figuren im Mittelfeld: Okay aber nicht herausragend.

Baumbart

Baumbart, der älteste der Ents

Und zu guter Letzt noch Baumbart, dessen Figur schon in der alten Erweiterung enthalten war, aber nur in den Schlachten-Szenarien eine Rolle spielte. Für die 2. Edition gab es ihn als Promo-Figur mit eigener kleinen Regel, die ihn als möglichen Faktor in Fangorn und Rohan ins Spiel brachte. Die Figur gefällt mir sehr gut, bringt sie doch schön die entfachte Wut der Ents zum Ausdruck.

Limited Edition von „Die Herren von Mittelerde“

Inhalt der Limited Edition von Lords of Middle-earth

Inhalt der Limiited Edition von Lords of Middle-earth

Kürzlich hat Ares Games eine limitierte Ausgabe von „Lords of Middle-earth“ angekündigt, die bemalte Figuren enthält, und daher Besitzern der Collector’s Edition ermöglicht, die „Herren von Mittelerde“ mit passendem Spielmaterial anzuschaffen. Seit gestern kann man sie auch vorbestellen.

Leider wird es diese Limited Edition nicht auf Deutsch geben. Wer also sowohl die deutschen Regeln und Karte als auch die bemalten Figuren haben möchte, wird doppelt in die Tasche greifen müssen. Da die LE aus den USA versendet wird, kommt sie schon alleine auf den stolzen Preis von $75 – und dazu kommen dann noch die Zollgebühren und Mehrwertsteuer. Das will also gut überlegt sein. Wer zuschlagen möchte, sollte sich aber beeilen, da es nur 500 Exemplare gibt.

Das besondere der Limited Edition sind vor allen die bemalten Figuren. Dazu kommt ein Authentizitäts-Zertifikat, eine schöne Schachtel (kein Holz!) und die ebenfall bemalte Baumbart-Promo (Figur und Karte). Ansonsten ist das Spielmaterial das gleiche wie in der normalen Ausgabe.

EDIT: Und schon ist die Limited Edition ausverkauft. Hat keine 2 Tage gedauert.

Neue Figuren in der Erweiterung

Dieses Bild von der Ares Games Webseite zeigt einen ersten Eindruck von ein paar der neuen Charakter-Figuren, die in der Erweiterung erscheinen werden. Gandalf der Weiße auf Schattenfell sieht wirklich gut aus, und auch Elrond gefällt mir sehr gut. Aragorn und Gothmog muss ich erst aus der Nähe sehen.

Die Figuren Rohans

Elite-Einheit der Rohirrim

Elite-Einheit der Rohirrim

Mit ihrem satten Dunkelgrün, der weißen Heraldik und den hervorragenden Modellen Figuren gehören die Figuren Rohans zu meinen Lieblingen im Ringkrieg. Als einer der mittelgroßen Kontingente hat es auch nicht so lange gedauert, sie zu bemalen.

Anführer der Rohirrim

Anführer der Rohirrim

Das Spiel benennt drei der Anführer Rohans mit Namen, wenn auch einen nur implizit: Theodred, Theodens Sohn beginnt das Spiel mit einer kleinen Armee an den Furten des Isen – und tendiert dazu wie im Buch dem ersten Angriff Isengards zum Opfer zu fallen. Der zweite ist Theoden selbst, der durch die Karte „Die Reiter Theodens“ ins Spiel gebracht werden kann, und der dritte ist Eomer, Eomunds Sohn, der durch die gleichnamige Karte rekrutiert wird. Ein vierter Rohan-Anführer erscheint mit der Karte „Der Rote Pfeil“. Ihn habe ich als Erkenbrand interpretiert, obwohl es noch einige andere Kandidaten aus den Büchern gibt.

Die Armee Rohans

Die Armee Rohans