Gespielt – Infinity N4 (Mindwipe)

Weiter geht es mit der kleinen Infinity-Kampagne von Christoph und mir. Nach dem Debakel der Rettungsmission müssen die Streitkräfte des Haqqislam viel Boden gutmachen….

Die Stellung der Winter Force

Eine steile Falte durchfurchte Saladins Stirn, als er das taktische Display studierte. Was eine schnelle und einfache Rettungsmission hätte sein sollen, hatte sich zu einem chaotischen, unkontrollierten Feuergefecht entwickelt, in dem keiner der Zivilisten gesichert werden konnte. Eine Katastrophe! Aber dann wischte er die Gedanken beiseite. Zeit für Analyse und Konsequenzen würde später noch genug sein. Die Krisensituation war noch nicht vorbei und brauchte seine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Die Datenbanken der Forschungseinrichtung enthielten viel zu viele sensible Daten, die nicht in fremde Hände fallen durften, und andererseits galt es die von PanOceania eingebrachten Informationen zu sichern. Sie waren zu wertvoll, um sie nur den „Partern“ zu überlassen. Saladin aktivierte die Nachrichtenkanäle zu den Quantronik-Spezialisten der Einheit. Sie würden entscheidend sein.


Blindsides YouTube Channel zu Infinity sollte ihr euch unbedingt anschauen.

Mission und Spielfeld

Den zweiten Teil unserer Geschichte repräsentieren wir mit der Mission „Mindwipe“, in der wie einen gegnerischen Server identifizieren und dann möglichst zerstören müssen. Für die Identifikation muss man einer der beiden Konsolen in der Spielmitte benutzen, und der Ziel-Server ist dann einer von dreien in der gegnerischen Aufstellungszone. Keine einfache Sache da dran zu kommen. Mindwipe ist übrigens eine Mission der deutschen WarCors Blindside und CoveredInFish, die in die offizielle ITS12 Liste von Corvus Belli aufgenommen wurde.

Ein farbenfrohes Spektakel!

Das Schlachtfeld hat diesmal Christoph aufgebaut, da wir beim ihm (auf der sonnigen Terrasse) spielen. Seine PanOceania Matte von Deepcut Studios und das Pappgelände zur Kaldstrom-Box von CB ergibt ein farbenfrohes, aber ungeheuer stimmiges Bild, dass durch die bunten Aquariumspflanzen aus Plastik noch verstärkt wird.

Auch die Missionsziele sind schon aufgebaut, und interessanterweise sind die beiden Konsolen in der Mitte sehr unterschiedlich: Die eine ist in einem engen Korridor zwischen mehreren Gebäuden mit viel Deckung, und die andere auf einem recht offenen Platz, der von mehreren Hausdächern aus eingesehen werden kann. Ich weiß schon, welche mir sympathischer ist!

Rettung in der Not –
mein Classified Objective

Das Zentrum des Spielfelds wird von einem offenen Raum gebildet (ein sogenannter Objective Room, der in dieser Mission aber keine besondere Funktion hat). Wir einigen uns darauf, dass die Türen bereits offen sind und man durch sie hindurch schießen kann. Seine Wände gelten aber als unbegrenzt hoch, dass heißt, dass man über ihn hinweg keine Sichtlinien ziehen kann.

Für meine Geheimmission ziehe ich wieder zwei Karten, von denen ich eine behalten darf. Die Wahl fällt leicht, da ich für „Nachkonstruktion“ einen Ingenieur brauche, den ich diesmal überhaupt nicht dabei habe. Aber „Rettung in der Not“ ist vielversprechend, da ich dafür nur irgendeine Einheit in Kontakt mit einem bewusstlosen Gegner brauche. Das sollte machbar sein!

Die Armeen – Svalarheima Winter Force

Die Winter Force hat ihren Jotum Tag Zuhause gelassen.

Christoph hat dieses mal seinen TAG wieder weggelassen und bringt dafür gleich zwei Fireteams mit. In Gruppe 1 soll der Nisse Sniper zusammen mit Uma und drei Füsilieren ein defensives Core Team (5 Mann) stellen, während Knight of Justice, Hospitaller und Infirmarer in Gruppe 2 ein Haris Team (3 Mann) bilden. Die beiden Hacker, Locust und Nøkken, reihen sich in Gruppe 1 ein, während Gruppe 2 durch die beiden Bots vervollständigt wird.

Die Armeen – Haqqislam

Saladins Einsatzgruppe hat ein paar neue Spielzeuge dabei.
Der Djanbazan hat „Regeneration“, wodurch er sich nach einer Verletzung möglicherweise selber heilen kann.

Wenn man wie ich eine „Vanilla“ Fraktion spielt, hat man einen großen Vorteil: Man hat die Auswahl aus einer riesigen Toolbox von Einheiten, so dass ich jedes Mal wieder ein paar Überraschungen ins Feld führen kann. Neben meinen „Standards“, wie Hunzakut, Farzan, Ghulam Doctor, und Daylami, habe ich diesmal etwas mehr Feuerkraft mitgenommen: Eine Azra’il schwere Infanterie mit AP HMG soll Ziele im aktiven Zug wegräumen, während der Djanbazan Sniper, mit dem Multispektralvisor L2 hoffentlich als reaktive Einheit die Winter Force ärgern kann.

Die Al Hawwa Hackerin ist eine sehr vielseitige Spezialistin. Camouflage und Infiltration erlauben mir sie weit vorgeschoben und trotzdem recht gut geschützt aufzustellen.

Leila Sharif und der Barid sollen als Killer Hacker die gegnerischen Hacker ausschalten, und Christoph so das Erreichen der Missionsziele erschweren. Einen „normalen“ Hacker habe ich nur mit der Al Hawwa dabei, die der Hunzakut nicht unähnlich ist, aber im Gegensatz zu der einen regulären Befehl liefert.

Nur ein normaler Hacker? Ist das nicht ein bisschen wenig für Mindwipe? Gute Frage, und eine mit der ich auch ein bisschen gehadert habe. Aber es kann sowieso nur ein Hacker (der „Überhacker“) den gegnerischen Server angreifen, und als Alternative haben sowohl Farzan als auch Leila Sprengsätze dabei (D-Charges), die den Job auch erledigen können.

All diese Einheiten bilden unter Saladin die erste Kampfgruppe, während die zweite aus den Drohnen besteht, so wie dem Daylami und einem Ghazi Muttawi’ah, der mit seinen Rauchgranaten helfen soll, meinen Vormarsch auf Konsole und Server zu decken.

Lieutenant Wurf und Aufstellung

Es ist Zeit die Mission zu beginnen. Saladin lässt mich nicht im Stich und gewinnt den Lieutenant-Wurf mit Bravour. Mir ist es nach dem Debakel der letzten Mission wichtig, nach Christoph aufzustellen, um zu wissen, wo er sein starkes defensives Fireteam aufstellt und da besser drauf reagieren zu können. Also suche ich mir die Seite aus, die mir sympathischer ist, und lasse ihn zuerst seine Einheiten aufbauen. Er entscheidet sich im Gegenzug die Initiative zu übernehmen und den ersten Zug zu machen. Das kann sehr wichtig sein, da jede Konsole nur einmal verwendet werden kann, und er mich so eventuell dazu zwingen kann, die verbleibende zu benutzen.

So sieht es nach dem Setup aus. Wir legen jeder den Schwerpunkt auf die eigene rechte Flanke.
Nisse auf dem Dach.
[Foto von Christoph]

Das fünfköpfige Core Fireteam um Uma Sørensen und den Nisse Sniper bezieht Stellung auf dem Hausdach, dass die offene Konsole (auf meiner linken Flanke) überblickt, das Haris Fireteam wird leicht vorgeschoben am Rande dieser Plaza platziert und die beiden Drohnen decken die andere Flanke. Mit Hilfe eines Command Tokens hält Christoph zwei Einheiten zurück, bis ich aufgestellt habe.

Die Al Hawwa ist meine Überhackerin. Auf der gegnerischen Seite ist es der Nøkken.
[Foto von Christoph]

Es sieht also so aus, als wollte er mich zu der offenen Konsole zwingen, wo ich mich im tödlichen Schussfeld seines Snipers bewegen muss. Das muss ich unbedingt vermeiden, brauche also die andere, besser gedeckte Konsole. Kann ich verhindern, dass die Winter Force sie in der ersten Runde aktiviert? Vielleicht. Also platziere ich mehrere meiner infiltrierenden Einheiten in deren Nähe, wo sie Schussfeld auf Einheiten bekommen, die sich ihr nähern wollen. Außerdem kommen auf meine rechte Flanke die Einheiten, mit denen ich wahrscheinlich später vorstoßen will, die Muttawi’ah, Azra’il und die Al Hawwa. Letztere muss ich als Figur aufstellen, damit sie die Überhackerin für die Mission sein kann. Die hat ein besonderes Program dabei, mit dem sie den gegnerischen Server angreifen kann.

Das Sniper-Gegenstück bei Haqqislam: Der Djanbazan.
[Foto von Christoph]

Mein Barid und der Djanbazan kommen auf die linke Flanke, wo sie den Vormarsch der Winter Force mit AROs bzw. Pitchern stören sollen. Als letzte Einheit halte ich die Hunzakut zurück, mit der ich noch auf die letzten beiden Einheiten von Christoph reagieren kann.

Nicht ganz unerwartet platziert der seine beiden Hacker in der Nähe der versteckten Konsole. Sein Plan ist klar: Einer von beiden aktiviert in Runde 1 die Konsole, was mich dazu zwingt, auf die andere vorzustoßen, die im Schussfeld seines Snipers liegt. Mal schauen, was ich dagegen tun kann.

Die Hunzakut lauert auf der Balustrade des Raumes.
[Foto von Christoph]

Mein Trumpf ist die Hunzakut, die ich getarnt im Rücken seines Locust platzieren kann. Sobald er auch nur zuckt kann sie reagieren.

Als Letztes kann ich noch einen Kommandomarker ausgeben, um Christoph zwei Befehle zu kosten. Aber von welcher Kampfgruppe?

Die offensichtliche Wahl wäre die erste, in der er mehr Befehle hat und die die beiden Hacker enthält. Aber außer diesen beiden ist nur das große Fireteam in der Gruppe, das Christoph wahrscheinlich gar nicht bewegen will. Wenn ich es schaffe, die beiden Hacker zu neutralisieren – was ja sowieso mein Plan ist – bleiben ihm einen Menge Befehle übrig, mit denen er nicht viel machen kann. Und vor dem nahkampfstarken Haris mit den drei Rittern habe ich sowieso einen Heidenrespekt. Also, wer nicht wagt, der nicht gewinnt – ich nehme der Gruppe 2 zwei von ihren fünf Befehlen weg.

Runde 1 – Svalarheima

Der Nøkken ist der Überhacker der Winter Force.
[Foto von Christoph]

Auf geht’s! Wie erwartet stößt die Winter Force auf die versteckte Konsole vor. Der Nøkken aktiviert zuerst, bemerkt aber schnell, dass nicht nur zwei Camo-Marker (Hunzakut und Farzan) auf ihn schießen können, wenn er an die Konsole geht, sondern sogar der Djanbazan eine Sichtline hat – zwar nicht an der Konsole selbst, aber auf dem Weg dahin.

Also muss der Locust zuerst ran und versucht, sich aus dem Hinterhalt der Hunzakut zu befreien. Die Hunzakut benutzt ihre Schrotflinte im Blast Mode, so dass der Locust automatisch getroffen wird, währen der Hacker den vollen Burst seiner Breaker Combi Rifle feuert. Das Ergebnis: Hunzakut tot, Locust ohnmächtig.

Beide Hacker sind ohnmächtig. Als ob Saladin es geplant hätte!

Einer der beiden Hacker ist also down, bleibt der andere. In Ermangelung anderer Alternativen entscheidet sich der Nøkken auf seinen Mimetismus und das Glück zu vertrauen, rennt um die Ecke und versucht die Konsole zu hacken. Aber er versemmelt seinen WIP Wurf (trotz Hacker Bonus), und der gezielte Schuss des Djanbazan, der dank seines MSV L2 auch den Mimetismus ignorieren kann, streckt ihn nieder. Puh, das hat funktioniert wie geplant, aber nur mit einem tüchtigen Schuss Glück.

Was für eine Katastrophe. Zu allem Überfluss ist mein Wurf auch noch ein kritischer Treffer.

Tatsächlich hat Christoph jetzt noch vier Befehle in Kampfgruppe 1 übrig, mit denen er nicht mehr viel machen kann. Also aktiviert er das Haris Team und rückt mit dem Knight of Justice vor, um meinen Djanbazan auszuschalten. Vielleicht etwas spät?

Aber das Glück ist ihm sowieso nicht hold. Mit fünf Schuss aus seiner Spitfire (+1 Burst durch das Fireteam), verliert er trotzdem das Duell mit dem Djanbanzan und geht zu Boden. Der Infirmarer versucht ihn zu heilen und vermasselt dabei seinen WIP Wurf. Der Knight of Justice ist tot.

Damit ist einer der schlimmsten ersten Züge für den aktiven Spieler, die ich bisher in meiner – zugegebenermaßen kurzen – Infinity Karriere gesehen habe vorbei. Während ich nur eine Einheit verloren habe, die Hunzakut, sind bei Svalarheima direkt drei ausgefallen: Locust, Nøkken und Knight of Justice.

Eine katastrophale Runde für Svalarheima ist vorbei.

Runde 1 – Haqqislam

Mein Ziel für diese Runde ist klar, meinen Vorteil ausbauen und die Konsole aktivieren, die ich so glücklich freigehalten habe. Unangenehmerweise, hat der Sierra Dronbot sie im Visier, aber wofür habe ich Rauchgranaten mitgebracht. Der Sierra hat schließlich kein Multispektralvisor.

Muttawi’ah und Ghulam nebeln das Schlachtfeld ein.
[Foto von Christoph]

Also stürmt der Muttawi’ah, ungestüm wie er ist, los um den Weg mit Rauch zu pflastern. Er kommt allerdings nicht weit, denn er wird schnell von der Fugazi Drohne geblendet und für die Runde aufgehalten. Aber ich habe ja Backup. Meine Ghulam Unteroffizierin (NCO) übernimmt, dringt vor bis sie Sichtline zu Konsole hat und nebelt sie erfolgreich ein.

Die Farzan aktiviert die Konsole.
[Foto von Christoph]

Das erlaubt der Farzan, unbehelligt bis zur Konsole und dem ohnmächtigen Nøkken vorzurücken. Dort kann sie nicht nur die Konsole aktivieren, sondern auch direkt noch meine Geheimission erfüllen. Zwei Siegpunkte für mich, und der feindliche Server, den ich ausschalten muss, ist der in der Mitte.

Weniger erfolgreich ist der Djanbazan auf der anderen Flanke, der, offensichtlich von seinem Erfolg übermütig geworden, sich quer über das Spielfeld mit dem Sierra Dronbot anlegt. Schlechte Idee. Bei zwei Wunden hilft ihm auch seine Regeneration nichts mehr und er ist aus dem Spiel.

Besser macht es der Barid, der außerhalb des Schussfeldes vorrückt und mit seinem Pitcher einen Repeater in die Nähe der verbliebenen Konsole verschießt. Hier sollten bald ein paar Ritter vorbeikommen, die anfällig gegen Hacking sind.

Zum Schluss bleiben mir noch zwei Befehle in der zweiten Gruppe übrig, mit denen ich gerne noch den Flashbot oder den Sierra unter Feuer nehmen würde, aber leider versperrt mir mein eigener Rauch den Weg. Stattdessen komme ich auf die blöde Idee, das Triangulated Fire der Rafiq Remote gegen den Nisse Sniper auszuprobieren. Ist zwar besser als normal zu schießen, aber immer noch schlecht gegen die Schießkünste des Nisse. Die Drohne überlebt meinen Test nicht.

Runde eins für Haqqislam lief ziemlich gut.

Runde 2 – Svalarheima

Carbonisiert!

Christoph hat nun das Problem, dass er nur noch einen Spezialisten hat, der die andere Konsole aktivieren kann, und zwar den Infirmarer. Allerdings habe ich auf der Flanke auch nicht allzu viel, was ihn daran hindern kann. Die einzige, die im Weg steht ist der Barid.

Der Hospitaller ist der erste, der sich auf den Weg macht, und wird prompt von der Al Hawwa gehackt, als er die Kontrollzone des Repeaters betritt. Seine Reset-Reaktion nützt ihm nichts, und seine Rüstung ist plötzlich eingefroren (Carbonite Hacking-Programm).

Auch ein Doktor kann ein Terminal bedienen.

Also muss der Infirmarer die Arbeit selber erledigen, den Christoph mit Hilfe eines Kommandomarkes in die größere Kampfgruppe 1 geholt hat. Siehe da, er macht einen guten Job. Zuerst schaltet er mit seiner Combi Rifle den Barid aus, und aktiviert dann in aller Seelenruhe die Konsole. Ein Siegpunkt für Svalarheima.

Dass er dabei von der Al Hawwa mit Spotlight markiert wird, macht ihm wenig. Schließlich ist er als Medium Infantry kaum anfällig für Hacking, und eine Raketendrohne habe ich in dieser Mission nicht dabei.

Der Server, den Svalarheima ausschalten muss, ist der auf meiner linken Seite. An sich eine günstige Position für Christoph, aber der Hospitaller war die letzte Einheit, die dem Server etwas anhaben konnte. Dass er sich nochmal aus seiner Lähmung befreien kann ist unwahrscheinlich.

Mit den restlichen Befehlen kann Svalarheima wieder wenig anfangen, außer seine Einheiten leicht zu re-positionieren, und sich auf die Verteidigung des eigenen Servers vorzubereiten.

Die Aktivierung der Konsole war zumindest ein kleiner Erfolg für Svalarheima.

Runde 2 – Haqqislam

Hier kommt die schwere Infanterie! Der Azra’il ist auf dem Vormarsch. [Foto von Christoph]

Für mich kommt es nun darauf an, in die Aufstellungszone von Svalarheima durchzubrechen und den Server anzugreifen. Einfach wird das nicht, denn irgendwo muss ich auf jeden Fall durch die Schusslinien von Christophs Core Fireteam durch. Aber zuerst müssen die beiden Dronbots auf der rechten Flanke weg, und genau für sowas habe ich ja den Azra’il mitgenommen. Die schwere Infanterie rückt vor und schaltet zuerst die Fugazi und dann die Sierra aus.

Die Farzan erwischt es beim Überqueren der breiten Straße. Der Azra’il übernimmt.
[Foto von Christoph]

Das macht den Weg frei für die Farzan. Gerne würde ich wieder Rauch verwenden, um sie zu decken, aber der gegen das MSV L2 des Snipers nützt das leider nichts. Stattdessen tarnt sie sich und versucht über die Straße zu sprinten, die vom Nisse überwacht wird. Dabei wird sie leider enttarnt und von einer Kugel des Sniper erwischt.* So viel zu diesem heimlichen Plan, da muss wohl doch die rohe Feuerkraft ran.

[* Anmerkung: Hier haben wir etwas falsch gespielt. Christoph löste das Fireteam auf, und ließ die Füsiliere Discovern, während der Nisse seine Reaktion verzögerte. Aber er hätte trotz Erfolg der Füsiliere nicht schießen können.]

Also schiebt sich der Azra’il langsam nach vorne und nimmt die Füsiliere des Feuerteams einen nach dem anderen unter Feuer, während er noch in Deckung for dem Nisse bleibt. Erst als einer gefallen und der andere hinter die Brüstung abgetaucht ist, nimmt der Azra’il es mit den Sniper auf, und schafft es tatsächlich ihn auszuschalten. Der Weg zum Server ist für die dritte Runde fast frei.

Umas Fireteam wird dezimiert.

In Kampfgruppe 2 sind nur noch der Daylami und der Muttawi’ah (die beiden verbliebenen Drohnen hat Saladin inzwischen in die Gruppe 1 geholt). Während der Muttawi’ah inzwischen recht nutzlos ist, macht sicher der Daylami auf, den Infirmarer zu beschäftigen. Sein Angriff verpufft allerdings wirkungslos.

Mit vier weiteren ausgeschalteten Einheiten, inklusive des Nisse Sniper, wendet sich die Schlacht in Runde 2 endgültig in Richtung Haqqislam.
Daylami gegen Infirmarer, ein ungleiches Duell.
[Foto von Christoph]

Runde 3 – Svalarheima

Damit ist auch schon wieder Christoph an der Reihe, für den es jetzt böse aussieht. Nur noch der Infirmarer, Uma und zwei Füsiliere sind einsatzbereite Einheiten. Der Infirmarer versucht den Daylami auszuschalten, der das aber wie durch ein Wunder überlebt. Aber auch der Infirmarer bekommt nichts ab, und bezieht eine Position, an der er die Schneise in Richtung der Server überwachen kann.

Uma und die Füsiliere versuchen etwas gegen die Azra’il auszurichten, haben aber keinen Erfolg. Im Gegenteil, die beiden Füsiliere werden sogar noch ausgeschaltet.

Niemand steht mehr aufrecht, der die Al Hawwa aufhalten könnte.

Runde 3 – Haqqislam und Spielende

Das rächt sich nun bitter, denn nachdem der Daylami in einer Suizidaktion erfolgreich den Infirmarer ausschaltet, kann der Azra’il in aller Ruhe die letzte aktive Einheit der Winter Force ausschalten: Uma Sørensen. Die Al Hawwa hat freie Bahn, mit dem Rest der Befehle in aller Offenheit zum gegnerischen Server zu marschieren und die Daten mit ihrem Spezialprogramm zu sichern. Das Spiel ist vorbei.

Ich habe die vollen möglichen zehn Punkte erzielt: Geheimmission erfüllt (1), Konsole aktiviert (1), den gegnerischen Hauptserver zerstört (3), mehr Server als der Gegner eliminiert (3), und den eigenen Server beschützt (2). Christoph kann nur einen verbuchen: Konsole aktiviert (1). Ein sehr klarer – und in dieser Klarheit sicher nicht verdienter – Sieg mit 10:1 für Haqqislam.

Fazit

Der entscheidende Moment, als der Nøkken es nicht schafft, die Konsole zu aktivieren. [Foto von Christoph]

Das ganze Spiel hing an der Frage, ob Christoph in der ersten Runde die Konsole würde aktivieren können. Hätte er das geschafft, wäre das Spiel komplett anders verlaufen, und es wäre sehr viel schwerer für mich geworden. Sein Hauptfehler war möglicherweise, dass er direkt zu Beginn mit seinen beiden Hackern vorgegangen ist, während alle meine Einheiten noch bereit waren. Er hätte zum Beispiel zuerst versuchen können (vielleicht mit dem Fireteam), meinen Scharfschützen zu beseitigen. Oder er hätte das zweite Fireteam mehr in der Mitte positioniert, wo es den Hackern vielleicht den Weg hätte frei machen können. Aber das ist aus der Rückschau alles leicht zu sagen.

Hohe Feuerkraft macht auch richtig viel Spaß!

Meine Einheiten haben größtenteils alle ihre Jobs gemacht haben, für die sie gedacht waren: Der Djanbazan hat entscheidend die erste Runde des Gegners gestört, die Ghulam NCO mit Rauch Deckung gegeben, die Farzan die erste Konsole aktiviert, der Azra’il die feindlichen ARO Schützen aus dem Weg geräumt, und die Al Hawwa den Server zerstört.

Als MVU würde ich auf meiner Seite den Azra’il wählen, denn er hat einfach eine Menge harte Arbeit verrichtet und den Nisse Sniper ausgeschaltet. Bei meinem Gegner würde ich eben diese Nisse als wichtigste Einheit deklarieren, denn um seine Position und Sichtlinen musste ich meine ganze Taktik stricken.

Auf jeden Fall war es wieder ein tolles Match, das deutlich spannender war, als das Endergebnis vermuten lässt (am Ende der Runde 2 stand es nur 2:1). Vielen Dank, Christoph! Ich freue mich schon auf die dritte und letzte Runde. In „Decapitation“ wird es darum gehen, mit Mitwisser der ganzen Angelegenheit mundtot zu machen.

2 Gedanken zu „Gespielt – Infinity N4 (Mindwipe)

  1. Leider ist die SWF Liste auch noch illegal. SWF hat zwar zich Link Optionen, aber die Nisse darf nur mit sich selbst und zu ihnen rein dürfen nur WC und due Spezial Version vom Engineer. Uma, KoJ und Nisse hätten dürfen, macht aber nicht so viel sinn.

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